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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Praktische Arbeit oft wichtiger als Noten

04.04.2019

Ganderkesee Einige Betriebe in der Gemeinde Ganderkesee haben bereits Auszubildende fürs neue Lehrjahr gefunden. Doch ein Blick in die Stellenbörse der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land zeigt, dass in vielen Firmen noch Lehrstellen zu vergeben sind. Rund 70 Angebote finden sich auf den Internetseiten.

Bäckerei auf der Suche

Gesucht werden beispielsweise Bäcker und Bäckerinnen oder Fachverkäufer und Verkäuferinnen für den Lebensmittelhandel. Auch die Landbäckerei Tönjes in Ganderkesee steht auf der Liste. Es gebe sechs Ausbildungsplätze im Verkauf, von denen drei besetzt seien, sagt Sabine Tönjes aus der Geschäftsleitung. Auch für die Backstube werden zwei Azubis gesucht: „Die Bewerbungen sind zu wenig, ähnlich wie im letzten Jahr“, sagt Tönjes. Allerdings habe der Betrieb im vergangenen Jahr Glück gehabt und drei Auszubildende für die Backstube gefunden.

Die jungen Leute, die sich bei der Landbäckerei bewerben, sollten einen Hauptschulabschluss besitzen. „Aber die Noten sind nicht kriegsentscheidend“, sagt Sabine Tönjes. In Zeiten, in denen wegen geringerer Geburtenzahlen weniger Jugendliche die Schulen verlassen, schauen viele Handwerksbetriebe nicht so sehr auf Abschlüsse und Noten. Im Bauunternehmen Mahlstedt in Schlutter, das zurzeit sechs angehende Maurer ausbildet, bekommen auch junge Leute eine Chance, die ein Abgangszeugnis oder einen Förderschulabschluss haben. Manche Jugendliche seien vielleicht schulisch nicht so fit, aber handwerklich gut dabei, sagt Geschäftsführer Timo Mahlstedt. Obwohl der Beruf des Maurers in dem Ruf stehe, bei Jugendlichen nicht so beliebt zu sein, habe er die Lehrstellen immer besetzen können. Auch für den Ausbildungsplatz, der im August zu vergeben ist, hofft Mahlstedt auf Bewerbungen: „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Stelle besetzt bekommen.“

Zuerst ein Praktikum

Auch Hergen Kämena, Inhaber von Müllers Wurstdiele auf Gut Nutzhorn, gibt interessierten jungen Leuten eine Chance – unabhängig vom Schulabschluss. „Wenn jemand kommt, dann sage ich, wir probieren es.“ Wie in vielen anderen Betrieben absolvieren junge Männer und Frauen in Müllers Wurstdiele zunächst ein Praktikum. Denn die Arbeit als Fachverkäuferin im Lebensmittelhandel oder Fleischer ist anders, als viele es sich vorstellen. „Das Image ist schlecht, aber das Fach ist interessant“, meint Kämena. Aktuell hat er eine junge Frau, die sich für eine Ausbildung zur Fleischerin interessiert und ein Praktikum absolviert.

Die Kfz-Branche gehört nach Auskunft von Carsten Bleckwenn, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land, zu einem Handwerksbereich mit ausreichend Bewerbern. Christian Kruse, Inhaber einer Kfz-Werkstatt in Hoykenkamp, bestätigt das. Er habe fünf bis sechs Bewerbungen erhalten, aber nur einen Ausbildungsplatz zu vergeben, sagt der Kfz-Meister. Doch auch für ihn sind die Noten der Bewerber nicht entscheidend: „Ich gucke nicht nach dem Schulabschluss, sondern sehe im Praktikum, wie sie sich verhalten und ob sie Lust haben.“

Soziale Medien wichtig

Angesichts geringerer Bewerberzahlen verliert der 1. August als Stichtag für den Beginn des Ausbildungsjahrs an Bedeutung: „Die Betriebe sind das ganze Jahr über auf der Suche“, sagt Carsten Bleckwenn. Um das Interesse der Jugendlichen zu wecken, ist es aus seiner Sicht sinnvoll, die gewohnten Pfade zu verlassen: Die klassische Stellenanzeige sei für Jugendliche nicht interessant. „Die Betriebe müssen sich in den sozialen Medien präsentieren.“


Freie Lehrstellen und Praktikumsplätze finden sich unter   www.handwerk-delmenhorst.de 
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Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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