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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Austausch: Als Botschafter nach Amerika

07.05.2018

Ganderkesee Das Treffen am Freitagvormittag passte gerade so in seinen Zeitplan. Henrik Wurpts aus Ganderkesee steckt aktuell im Stress. Die Abschlussprüfungen in der Oberschule Ganderkesee stehen an. Los ging es mit Deutsch, als nächstes steht Englisch auf dem Plan.

Um in die Ferne zu schweifen, bleibt dem 16-Jährigen aktuell also kaum Zeit. Und doch steigt die Vorfreude auf das, was im Sommer nach den Prüfungen kommt: ein Schuljahr in den Vereinigten Staaten. Möglich gemacht wird das Vollstipendium durch das Parlamentarische Patenschaft-Programm (PPP). Mit bundesweit 359 weiteren Schülerinnen und Schülern wird Henrik in den USA lernen und leben. Ausgewählt als „junger Botschafter“ wurde er von der Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen.

Seit 1983 gibt es das Programm in Kooperation des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses, das Grotelüschen ermöglicht, jedes Jahr eine junge Person aus ihrem Wahlkreis in das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ zu schicken.

„Ich habe mich schriftlich für das Programm beworben“, erinnert sich Henrik an sein Schreiben aus dem August 2017. „Ich will das Leben und die Kultur in den USA kennenlernen und mich dort integrieren“, sagt er. Sein Schreiben überzeugte und er wurde zu einem Gruppengespräch in die Universität nach Oldenburg eingeladen. „Hier wurden persönliche Fragen gestellt, in Rollenspielen geschaut, wie wir agieren“, so der Ganderkeseer. Auch diese Hürde nahm er und wurde Anfang Februar als einer von drei Kandidaten zu einem persönlichen Gespräch mit Astrid Grotelüschen eingeladen. Eine Woche später stand fest: Der 16-Jährige fliegt in die USA.

„Die anderen Bewerber waren auch super, die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, sagt Grotelüschen. „Henrik war der erste Oberschüler, der es bis zum persönlichen Gespräch geschafft hatte. Deshalb wollte ich gerne einen Akzent setzen, dass nicht nur Gymnasiasten am Programm teilnehmen können“, sagt sie und unterstreicht, dass sie sich auch über Bewerbungen von Auszubildenden freue.

„Es wird für Henrik ganz sicher eine Erfahrung, die toll ist. Einmal so über den Tellerrand schauen zu können, eine neue Kultur kennenzulernen – davon wird er ein Leben lang profitieren“, glaubt seine stolze Klassenlehrerin Bianca Asmann-Leesch. Bis Henrik im August seine Reise über den Atlantik startet, wird er noch an einem einwöchigen Vorbereitungsseminar in Würzburg teilnehmen. Dazu wird er einen Blog führen, Berichte über sein Leben fernab von Deutschland verfassen.

Wohin die Reise genau geht, wird er erst kurz vor dem Abflug erfahren. „Ich bin natürlich sehr gespannt. Toll wäre Seattle. Aber egal ob Ranch oder Großstadt – alles hat seinen Reiz“, meint der Fußballer der Falkenburger B-Junioren, der zuletzt auch großen Spaß an Basketball gefunden hat. „Die amerikanischen Sportarten wie Baseball, Football oder Lacrosse interessieren mich auf jeden Fall“, hat der Schulsprecher der Oberschule schon konkrete Pläne für seine Freizeitgestaltung.

Ein Bauchkribbeln vor der Herausforderung verspürt er noch nicht: „Natürlich macht man sich schon Gedanken, dass nicht alles glatt laufen kann. Aber das hält mich nicht auf.“

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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