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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Flugobjekt mit langer Angel aus Baumkrone gerettet

03.05.2018

Ganderkesee /Bergedorf Polizei und Feuerwehr reagierten skeptisch, aber auch ohne Unterstützung der Einsatzkräfte haben die Oberschüler der Schule an der Ellerbäke die Kanzel ihres Wetterballons geborgen.

Am vergangenen Freitag hatte die Schülerfirma Technik unter der Leitung von Lehrer Björn Hoff den Wetterballon auf dem Ganderkeseer Flugplatz fliegen lassen. Gelandet ist die Kanzel mit den Messgeräten in Hamburg-Bergedorf – und zwar in etwa 17 Meter Höhe in den Kronen zweier Fichten.

Zuvor hatten die Suchtrupps, eine Gruppe war im Flugzeug unterwegs und zwei in Autos, einen Zwischenstopp in Ahlerstedt bei Stade eingelegt. „Hier haben sich die Tracker aufgrund der Höhe verabschiedet“, berichtet Björn Hoff. Dann gab es plötzlich neue Signale über Hamburg. Die Crew kämpfte sich durch den Feierabendverkehr in der Innenstadt und erreichte gegen 18 Uhr das Waldstück in Bergedorf.

Von unterwegs hatte ein Schüler die Polizei angerufen, um zu fragen, ob schon jemand die Kanzel gemeldet habe. Der Beamte am Telefon reagierte aber skeptisch. Und auch die Bergedorfer Feuerwehr, die die Schüler um eine Leiter gebeten hatte, winkte ab.

Aber auch so konnten die Schüler ihre Kanzel bergen. Denn zufällig hatte ein mitgereister Vater eine Brandungsangel im Kofferraum, mit der die Schüler die Kanzel gegen 20 Uhr erreichten.

Am Freitag werden die Schüler die Daten auswerten. Björn Hoff verrät aber schon jetzt, dass der Ballon eine Höhe von 34 827 Metern erreicht hat. Nachdem der Ballon wie geplant geplatzt sei, habe sich in einer Höhe von etwa 10 000 Metern der Fallschirm geöffnet. Eine Kamera habe zwar nichts aufgezeichnet, die Bilder der anderen Kamera seien aber „einmalig“. Die Berechnungen der Schüler zur Höhe und Steigrate seien sehr genau gewesen. Allerdings hatte ein Luftstrom dafür gesorgt, dass die Kanzel nicht bei Stade, sondern in Hamburg-Bergedorf landete. „Zwischendurch hat er sich mit 160 bis 170 km/h seitwärts Richtung Hamburg bewegt, dann ist er aber plötzlich vor Hamburg gestoppt und wie eine Rakete wieder gestiegen“, schildert Hoff.

Mit ihrem Projekt beteiligt sich die Schülerfirma kurzfristig an der „Global Space Balloon Challenge“, ein Wetterballon-Wettbewerb, an dem 550 Teams aus 67 Nationen teilnehmen.

Die Universität Oldenburg, die die Oberschüler bei ihrem Projekt unterstützt, zeigte sich begeistert und will die Zusammenarbeit weiter vertiefen, berichtete Hoff. „Wir selbst planen derzeit, eine MINT-Schule, mit den Schwerpunkten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu werden“, verrät Hoff. „Wir haben gemerkt, dass es in der Region viele Firmen gibt, die Fachkräfte brauchen.“

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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