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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bildung: Sprachförderung läuft wieder an

24.01.2019

Ganderkesee Erst in der vergangenen Woche ist die Sprachförderung in der Kindertagesstätte (Kita) „Sonneninsel“ in Bookholzberg wieder gestartet. Die Gesetzesänderung sei zu plötzlich gekommen, sagt Kita-Leiterin Edith Ohlenbusch. „Uns fehlen Monate.“ Die Leidtragenden seien die Kinder.

Zur Erinnerung: Bis vergangenes Jahr waren die Grundschullehrer für die Sprachförderung in den niedersächsischen Kitas zuständig. Seit 1. August sollen die Erzieherinnen diese Aufgabe übernehmen. Die Kommunen im Landkreis Oldenburg haben gemeinsam überlegt, wie sie diese Aufgabe stemmen wollen. Seit diesem Monat läuft das neue Konzept.

Während nun in den Kitas der anderen Gemeinden Fachkräfte tätig sind, die beim Landkreis angestellt sind, hat die Gemeinde Ganderkesee eigene Fachkräfte, berichtet Gemeindesprecherin Meike Saalfeld. Das habe sich so ergeben, da sie auch vorher schon bei der Gemeinde angestellt waren.

Die Kitas „Habbrügger Weg“ und „Kleine Wolke“ bleiben Sprach-Kitas. Über das entsprechende Bundesprogramm ist in diesen Kitas je eine Fachkraft mit 19,5 Arbeitsstunden pro Woche tätig. Zusätzlich sind zwei pädagogische Fachkräfte in allen Kindergärten in der Gemeinde Ganderkesee mit insgesamt 40,5 Arbeitsstunden pro Woche eingesetzt, teilt Meike Saalfeld mit.

„Die Anstellung durch die Gemeinde Ganderkesee lässt eine regelmäßige Unterstützung in allen Kindertagesstätten in der Gemeinde zu. Die Fachkräfte begleiten die Kinder direkt; sie beraten die Pädagogen und unterstützen bei der Dokumentation und Weiterentwicklung der Konzepte“, so Saalfeld. Außerdem werde die Elternarbeit gefördert. Denn auch die, so die Gemeindesprecherin, hätten neben den Pädagogen eine Vorbildrolle.

Die niedersächsische Landesregierung stellt dafür jährlich 32,5 Millionen Euro bereit. Die Gemeinde Ganderkesee erhalte laut Saalfeld 69 800 Euro aus diesem Topf. „Das ist so gut wie kostendeckend“, so Saalfeld.

Angebote zur alltagsintegrierten Sprachbildung richten sich an alle Kinder, so Saalfeld, einige Kinder bekämen eine spezielle Sprachförderung. Und auch hier gebe es Unterschiede: Die einen hätten eine verzögerte Sprachentwicklung, für andere sei Deutsch die Zweitsprache.

In der Kita „Sonneninsel“ ist eine Fachkraft seit vergangener Woche immer mittwochs für drei Stunden in der Einrichtung. Hier gibt es vier Kinder mit Förderbedarf. „Wir sind noch in den Startlöchern“, sagt Edith Ohlenbusch. „Das ist für die Fachkraft ja auch eine große Herausforderung, wenn sie von einem Haus ins andere muss.“ Zunächst müsse die Fachkraft Vertrauen zu den Kindern aufbauen. „Derzeit knüpft sie mit den Kindern Kontakt im Spielgeschehen im Gruppenraum“, schildert Ohlenbusch. „Sie muss ja zunächst herausfinden, wo steht das Kind, was braucht es und woran hat es Spaß.“

Sei das Vertrauen erstmal da, so Edith Ohlenbusch, würden sich die Kinder auf die Betreuung freuen. Das habe sie in der Vergangenheit beobachtet.

Beurteilen könne sie das neue Konzept nach so kurzer Zeit noch nicht, sagt Edith Ohlenbusch. Eines aber stört die Kita-Leiterin ganz grundsätzlich am neuen Gesetz: „Was ich vermisse, ist die enge Zusammenarbeit mit der Grundschule. Die Kinder kannten die Lehrer schon. Das fällt jetzt total weg. Das finde ich schade.“ Die Kita sei bemüht, mit anderen Aktionen Kontakt zur Grundschule zu halten.

Sie sei aber froh, dass es wieder externe Hilfe gebe. Auch die Erzieherinnen in der Kita würden sich natürlich mit Sprachförderung befassen, sagt Edith Ohlenbusch, jedoch fehle manchmal die Zeit für eine intensive Betreuung. „Die Fachkraft ist eine Entlastung und es ist wichtig, dass auch jemand von außen nochmal auf die Kinder guckt“, so die Kita–Leiterin. Die Fachkräfte hätten in der Vergangenheit wertvolle Impulse gegeben.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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