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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Freilichtbühne Bookholzberg: Info-Zentrum rückt in Sichtweite

07.03.2019

Ganderkesee /Bookholzberg „So weit wie heute waren wir noch nie“, da waren sich der Erste Gemeinderat Rainer Lange und Dietmar Mietrach als Vorsitzender des Fördervereins Informationszentrum Freilichtbühne Bookholzberg (IFB) am Dienstagabend einig. Mit einem einstimmigen Votum (bei zwei Enthaltungen) votierte der Ausschuss für Bildung und Kultur dafür, Planungskosten in Höhe von 50 000 Euro bereitzustellen, um die Sanierung des für das IFB vorgesehenen Hauses voranzutreiben.

Fast alle Fraktionen dafür

Allein UWG-Ratsfrau Hella Dietz stellte das Projekt in Frage: „Was nützt uns das Haus, wenn drumherum alles leer steht?“ Sprecher von CDU, SPD, FDP und Grünen betonten hingegen, wie dringlich und wünschenswert das IFB aus ihrer Sicht ist.

Zunächst muss aber der Kauf des Hauses mit der Nummer 21 im Spieldorf der Freilichtbühne unter Dach und Fach gebracht werden. Eigentümer ist die INNtegrativ gGmbH, die das Berufsförderungswerk (BFW) in Bookholzberg betreibt und aus der Landesstiftung für berufliche Rehabilitation hervorgegangen ist. Da in diesem Fall das Stiftungsrecht greift, können die Gemeinde das stark sanierungsbedürftige Gebäude nicht zum Nulltarif bekommen, erklärte Lange – „aber die Kaufsumme wird nicht sehr hoch sein.“

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Sanierung wird teuer

Dafür aber die Sanierungssumme: Auf rund 257 000 Euro beläuft sich eine erste Kostenschätzung des Oldenburger Architekturbüros Angelis und Partner, das auf die Erhaltung denkmalgeschützter Bausubstanz spezialisiert ist. Lieve Runge, Mitarbeiterin des Büros, hat das Haus, in dem früher der BFW-Geschäftsführer Norbert Raasch wohnte, schon mal begutachtet – und eine ganze Reihe von Schäden dokumentiert. Vor allem das Reetdach bedürfe der Erneuerung, der First sei durch Witterungseinflüsse stark zerstört, so wie auch das Fachwerk an einigen Stellen. Die Elektronik müsse komplett modernisiert werden, die Heizung hingegen können drinbleiben. Besondere energetische Maßnahmen seien nicht vorgesehen, so Runge, obwohl das Gebäude kaum isoliert ist.

Mit dem Ausschussvotum vom Dienstag kann der Sanierungsbedarf nun genauer festgestellt werden. Die 257 000 Euro seien bisher sehr grob geschätzt, betonte Rainer Lange. Aspekte wie Brandschutz oder Barrierefreiheit seien noch nicht mal berücksichtigt. Neben 100 000 Euro an Fördermitteln aus dem EU-Programm Leader kalkuliert die Gemeinde mit Eigenleistungen des Fördervereins im Wert von 30 000 Euro.

Die verbleibenden Kosten, nach der ersten Berechnung 127 000 Euro, möchte sich die Gemeinde mit dem Landkreis Oldenburg teilen. Die Kreispolitik stehe dahinter, hat Lange erfahren, Landrat Carsten Harings sei in die Gespräche eingebunden, eine Entscheidung der Kreisgremien sei in Kürze zu erwarten.

Schon lange geplant

Dass es jetzt schnell geht, wünschen sich alle Beteiligten. Seit fast 15 Jahren gibt es den Arbeitskreis Stedingsehre, 2011 wurde der Förderverein gegründet. Beide arbeiten an einem Konzept für das Informations- und Dokumentationszentrum. Ihr Ziel: Die Freilichtbühne, auf der in den 30er Jahren Masseninszenierungen des August-Hinrichs-Stücks „De Stedinge“ aufgeführt wurden, soll zu einem Geschichtsort werden, der insbesondere die Verführbarkeit der Menschen durch die NS-Ideologie deutlich macht. Ausgespart werden aber auch nicht die anderen Epochen des Geländes, das sich seit 1946 im Landesbesitz befindet und seitdem fast ununterbrochen für die berufliche Rehabilitation genutzt wurde.

Für die Nachwelt

„Die Freilichtbühne muss der Nachwelt erhalten bleiben“, forderte Rainer Lange und ließ dabei durchblicken, dass aus Sicht der Gemeinde das Berufsförderungswerk nicht ausreichend dafür gesorgt habe. Auch die Ankündigung der INNtegrativ gGmbH, das Spieldorf künftig brachliegen und absperren zu lassen, habe die Gemeinde überrascht. Mit dem neuen Geschäftsführer, so Lange abschließend, „befinden wir uns jetzt aber in guten Gesprächen.“

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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