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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Cdu-Abgeordnete Zu Gast Im Ganderkeseer Hospizbüro: Ehrenamtliche Hospizarbeit braucht Unterstützung

16.08.2019

Ganderkesee Die Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen in der Sterbebegleitung hat sich Prof. Dr. Claudia Schmidtke, die Patientenbeauftragte des Deutschen Bundestages, auf ihre Fahnen geschrieben. „Ich freue mich, dass Sie hier so hoch motiviert sind“, lobte die CDU-Abgeordnete am Mittwochabend die Arbeit des Hospizkreises Ganderkesee-Hude. „Jetzt müssen wir diskutieren, wie wir Sie unterstützen können.“

Gemeinsam mit ihrer Fraktionskollegin Astrid Grotelüschen aus Ahlhorn lotete Schmidtke im Gespräch mit der Hospizkreis-Vorsitzenden Chris Peikert-Baramsky sowie den Koordinatorinnen Linda Bahr und Susanne Lebedinzew Möglichkeiten aus, wie die gewünschte Unterstützung in der Praxis umgesetzt werden könnte. Verbesserungsmöglichkeiten sieht die Patientenbeauftragte unter anderem bei der Zusammenarbeit von Hospizvereinen mit Hausärzten und Pflegeeinrichtungen. Grotelüschen schlug vor, die Ehrenamtlichen bei der Dokumentation und Datenerfassung zu entlasten.

Linda Bahr, langjährige Koordinatorin der Hospizarbeit in Ganderkesee, würde sich eine zumindest teilweise Refinanzierung über die Krankenkassen wünschen. „Trauer ist keine Krankheit“, stellte sie klar. Aber die Sterbe- und Trauerbegleitung, die kostenfrei angeboten werde, verursache beim Hospizkreis sehr wohl Kosten, insbesondere für die Ausbildung der Ehrenamtlichen. Eine gewisse Erstattung durch die Kassen würde zur Entlastung des Vereins beitragen. Die beiden CDU-Abgeordneten nahmen die Botschaft auf.

60 ehrenamtliche Sterbebegleiter und 14 Trauerbegleiter – 13 davon Frauen – sind derzeit für den Hospizkreis Ganderkesee-Hude im Einsatz. 52 Todkranken und deren Familien haben sie im vergangenen Jahr beigestanden. „Der Bedarf nimmt Jahr für Jahr zu“, sagte Linda Bahr. Die stationären Angebote, etwa in Hospizen oder Palliativstationen, seien jedoch beschränkt. Und in Pflegeheimen sei derzeit kurzfristig kaum noch ein Platz zu bekommen. „Die Menschen möchten aber auch möglichst lange zuhause versorgt werden“, weiß Bahr. „Dafür müssen die Bedingungen verbessert werden“, forderte sie.

Auch Astrid Grotelüschen hat erfahren, dass – besonders in ländlichen Gebieten wie ihrem Wahlkreis – Menschen in ihrer letzten Lebensphase lieber in den eigenen vier Wänden bleiben möchten. Gerade deshalb seien die ambulanten und ehrenamtlichen Angebote „ein so wichtiger Baustein“ in der Hospizarbeit.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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