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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Fachkräftemangel In Ganderkesee: 14 Pflegekräfte aus dem Ausland im Einsatz

30.12.2019

Ganderkesee Während die Politik über die Einwanderung von Fachkräften diskutiert, sind in Ganderkesee längst Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem Ausland im Einsatz. „Wir haben schon ausländische Pflegefachkräfte“, sagt Adrian Clasen aus der Geschäftsleitung des Wohnparks am Fuchsberg.

Nette und höfliche Art

Seit einigen Monaten arbeiten in der Einrichtung, in der rund 150 Senioren leben, neun Männer und Frauen aus Kolumbien. Fünf weitere Mitarbeiter von den Philippinen sind kurz vor Weihnachten in Ganderkesee eingetroffen. Trotz Sprachbarriere kommen die neuen Pflegefachkräfte gut zurecht: „Sie haben alle eine nette, freundliche und höfliche Art“, sagt Adrian Clasen. „Ab der ersten Minute kamen sie klar.“ Er habe sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie die Kräfte aufgenommen würden, berichtet der Vertreter der Geschäftsleitung. „Aber es war überhaupt kein Thema.“ Die Verständigung laufe mit Händen und Füßen. Außerdem besuchen die neuen Mitarbeiter zurzeit einen Deutschkurs. Eine Sprachschule aus Oldenburg komme dazu in die Einrichtung nach Ganderkesee, berichtet Clasen.

Sprachkurs läuft

Der Sprachkurs ist eine Bedingung dafür, dass die Qualifikation der ausländischen Fachkräfte anerkannt wird. In ihren Heimatländern hätten sie ein Studium absolviert, so Clasen. Unter den Kolumbianern seien Mitarbeiter, die wegen ihrer Vorbildung und beruflichen Tätigkeit „nur“ Deutschkenntnisse auf B2-Niveau nachweisen müssten. Die deutschen Behörden entscheiden, ob die Ausbildung anerkannt wird: Stelle das Amt nicht die Gleichwertigkeit der Ausbildung fest, gebe es die Möglichkeit einer Anpassungsqualifizierung oder einer Kenntnisprüfung. Der Wohnpark am Fuchsberg arbeitet dafür mit einer Pflege-Schule aus Hannover zusammen.

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Doch die Aufenthaltsgenehmigung für die Pflegekräfte wird laut Clasen immer nur für ein paar Monate gewährt. „Wir müssen in regelmäßigen Abständen vorstellig werden“, sagt er. Dann müssten etwa Unterlagen von der Sprachschule eingereicht werden. „Das ist sehr mühselig und stößt bei uns auf Unverständnis.“ Denn in ein paar Monaten sei es gar nicht möglich, die Sprache zu erlernen und gegebenenfalls eine Kenntnisprüfung abzulegen oder Anpassungsqualifizierung zu machen.

Bedingungen locken

Über eine Vermittlungsfirma hat der Wohnpark am Fuchsberg die Frauen und Männer angeworben. Sie seien zwischen Mitte 20 und Anfang 50 und überwiegend ledig, berichtet Clasen. In einer Senioreneinrichtung in Springe bei Hameln, die zum Unternehmen gehört, sind seit rund einem Jahr Kolumbianer im Einsatz. Nicht nur die Verdienstmöglichkeiten, sondern auch die Arbeitsbedingungen haben die Pflegefachkräfte nach Deutschland gelockt. „Sie haben sich gewundert, wie viel Urlaub ihnen hier zusteht“, nennt Clasen ein Beispiel.

Hilfe beim Einleben

Damit sich die neuen Mitarbeiter wohlfühlen, ist auch Engagement des Arbeitgebers nötig. Die neuen Pflegekräfte leben zurzeit am Fuchsberg. „Am Anfang stellen wir die Wohnungen“, sagt Clasen. Auch für die Integration wird einiges getan. Die Mitarbeiter bekamen Hilfe bei der Eröffnung von Konten und der Krankenkassen-Anmeldung. „Wir haben auch eine Karaoke-Bar und ein Fitnessstudio besucht“, berichtet Clasen.

Die deutschen Kollegen halfen ebenfalls bei der Eingewöhnung und zeigten zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten. Obwohl es anfangs Skepsis gegeben habe, seien die Neuen schnell in die Teams integriert worden. „Sie haben gemerkt, dass es eine Arbeitsentlastung ist.“ Clasen wünscht sich eine längerfristige Zusammenarbeit – auch, weil der Aufwand sehr groß sei. „Wir hoffen, dass wir sie halten können.“

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Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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