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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Warum die Lesepaten so wichtig sind

12.12.2019

Ganderkesee Normalerweise sind es die Kinder, die vom Engagement der Lese- und Mathepaten profitieren. Am Mittwochnachmittag wurden die Rollen vertauscht: Bei Kaffee und Kuchen durften die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ein Programm genießen, das die Kinder als Dankeschön für sie vorbereitet hatten.

Einige der Schüler traten als Adventskerzen verkleidet auf. Andere trugen bunte Strickmützen und erzählten die Geschichte von der Weihnachtsmaus. Auch Dias von einem Schulausflug bekamen die Ehrenamtlichen zu sehen. „Danke für die Zeit, die Sie uns schenken“, sagte ein Mädchen. Die mehr als 20 Ehrenamtlichen, die zum Teil seit Jahren regelmäßig in die Grundschule an der Langen Straße in Ganderkesee kommen, spielen eine wichtige Rolle. Es gebe Lese- und Mathepaten, aber auch Mütter, die in der großen Pause die Bücherei betreuen würden, sagte Rektor René Jonker.

Da die Schule nach Angaben des Schulleiters gut mit Lehrern ausgestattet ist, geht es nicht ums Auffangen personeller Engpässe. Und dennoch seien die Aufgaben in einer Klasse mit 25 Kindern so vielfältig, dass die Paten höchst willkommen sind. Es gebe immer mehr Kinder, denen es gut tue, eine Eins-zu-eins-Situation zu erleben und Leseförderung zu bekommen, sagte Jonker. Paten würden eine besondere Form der Förderung und Unterstützung bieten. „Sie haben eine besondere Bedeutung für uns.“

Die Paten sprechen sich mit den Lehrkräften ab über das, was mit einem Kind geübt werden soll. Jonker berichtete von einem Jungen, der erst kürzlich nach Deutschland gekommen sei und an einem Vormittag in der Woche von einem Paten Sprachförderung erhalte. Eine andere ehrenamtliche Helferin übt mit den Kindern für den plattdeutschen Lesewettbewerb. Wichtig ist aus Sicht des Schulleiters allerdings, dass sich die Paten langfristig engagieren und ein Vertrauensverhältnis entstehen kann. Die Paten wiederum hätten das Gefühl, dass sie eine sinnvolle Aufgabe haben und wertgeschätzt werden.

Die Mütter, die die Bücherei der Schule betreuen, haben selbst Kinder an der Grundschule Lange Straße. Die Lese- und Mathepaten dagegen sind zumeist schon etwas älter und häufig im Ruhestand. Die pensionierte Berufsschullehrerin Hildegard Döpker kam über ihre beiden Enkelkinder an den „Job“ in der Grundschule. „Es macht mir Spaß“, sagte sie. „Die Kinder haben einen anderen Bezug zu uns“, ergänzte Margret Logemann. „Wir hören zu und geben ihnen Aufmerksamkeit.“ Die Kinder würden sich freuen, wenn die Lesepaten kommen, sagte die Ganderkeseerin. „Und ich gehe jedes Mal vergnügt und lustig nach Hause.“

Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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