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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Schwierige Suche nach Dialog

06.09.2019

Ganderkesee Wie können Jugendliche und Politiker miteinander ins Gespräch kommen? Diese Frage beschäftigt – erst recht seit Beginn der Fridays-for-Future-Bewegung – nicht nur die „große Politik“, sondern ebenso die ehrenamtlichen Volksvertreter auf der kommunalen Ebene. Auch der Ganderkeseer Ausschuss für Schulen, Jugend und Sport suchte am Mittwochabend nach Möglichkeiten des Dialogs – tat sich in einer guten Dreiviertelstunde intensiver, aber auch zunehmend zäher Debatte allerdings schwer damit, den richtigen Weg zu finden.

Ausgangspunkt war ein Antrag des jüngsten Ratsmitglieds Marcel Dönike (29), der im Namen der SPD-Fraktion jährliche Podiumsdiskussionen mit Ratsvertretern in den beiden Oberschulen der Gemeinde beantragt hatte. Die Verwaltung befragte dazu die Schulleiter in Ganderkesee und Bookholzberg: Diese befürworten zwar einen „grundsätzlichen Austausch“ – nur sollte dieser besser nicht in den Schulen stattfinden, sondern im Rathaus. Sie regten an, dass Schülerinnen und Schüler ihre Ideen und Anregungen im Fachausschuss vortragen könnten.

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Konträre Sichtweisen

Rein ins Rathaus

Für die Schüler wäre es durchaus „ein Anreiz“, ins Rathaus zu kommen, glaubt Jan-Michael Braun, Leiter der Oberschule an der Ellernbäke in Bookholzberg: „Die Schule kennen sie ja schon.“ Auf jeden Fall müsse das Ziel des Zusammenkommens klar definiert sein, betonte er, und riet dazu, das Gespräch zunächst in kleineren Gruppen und mit konkreten Themen zu führen.

Raus aus dem Rathaus

Antragsteller Marcel Dönike indes beharrte darauf, dass die Ratsmitglieder „die Komfortzone Rathaus verlassen“ und ein Konzept für Veranstaltungen in den Schulen erarbeitet wird. Unterstützung bekam er von UWG-Fraktionschef Carsten Jesußek: Wenn die Politik „steril im Rathaus“ bleibe , erreiche sie die Jugendlichen nicht. „Direkt vor Ort erwecken wir vielleicht mehr Interesse.“

„Im Rathaus ist der Rahmen viel zu distanziert“, meinte auch Jens Vollmer (Grüne), der das Thema sein „täglich Brot“ nannte – er ist Politiklehrer. Vollmer sprach sich wie Jan-Michael Braun für Zusammentreffen in kleinem Rahmen und zu spezifischen Themen aus. „Sehr niedrigschwellig“ zu beginnen und die Kontakte behutsam aufzubauen, wünschte sich Timo Spille (CDU). „Zuerst müssen wir gewahr werden, was die Jugend von uns erwartet.“ Nach Spilles Ansicht ist die Jugend nicht politikverdrossen, sondern junge Leute bekämen zunehmend den Eindruck, „die Politik ist jugendverdrossen.“

Auftrag fürs Rathaus

Und was kam am Ende heraus? „Die Verwaltung erstellt in Zusammenarbeit mit den Schülervertretungen und den Schulleitungen der Oberschulen ... sowie Vertretern der Politik für das Schuljahr 2019/20 ein Konzept für Veranstaltungen mit Ratsmitgliedern“ – auf diesen Beschlussvorschlag konnten sich alle einigen. Wenn das Konzept vorliegt, wird die Diskussion wohl weitergehen.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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