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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Reicht Hude die Scheidung ein?

29.11.2019

Ganderkesee Welche Gefahr droht der Erwachsenenbildung in Ganderkesee, sollte die Gemeinde Hude aus der gemeinsamen Einrichtung „regioVHS Ganderkesee-Hude“ aussteigen? Diese Frage stellt sich angesichts der vom Huder Ausschuss für Schule und Bildung in dieser Woche unterstützten Rückzugspläne.

Die Gemeinde Hude will nicht in eine Kostenfalle laufen: Laut dem Huder Bürgermeister Holger Lebedinzew zahle man ein Drittel der ungedeckten Kosten – bislang rund 80 000 Euro im Jahr. Ganderkesee hat laut Vertrag den Rest des Zuschussbedarfs zu tragen. Für Hude soll sich die Defizitbeteiligung im kommenden Jahr um weitere 60 000 Euro erhöhen, befürchtet Lebedinzew. Diese Kostenbeteiligung sei ein Automatismus ohne Mitwirkungsmöglichkeit, beklagte er und mahnte an, auch das derzeitige Kursangebot im Klosterort ins Verhältnis zu den Kosten zu setzen.

Die Samtgemeinde Harpstedt, nur teilweise in das Konstrukt „regioVHS“ eingebunden, genießt einen Sonderstatus: „Wir zahlen für eine Grundversorgung stets einen festen Betrag, für 2020 sind es 11 000 Euro“, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse das finanzielle Engagement des kleinsten Partners. Er betonte, an der bewährten Kooperation festhalten zu wollen.

So entstand die regioVHS

Die Gemeinden Hude und Ganderkesee haben bis ins Jahr 2004 hinein jeweils ihre eigene Volkshochschule zum Zweck der Erfüllung der Aufgaben nach dem niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz betrieben.

Zum 1. Juli 2004 wurde die gemeinsame „regioVHS Ganderkesee-Hude“ gegründet: Laut einer Zweckvereinbarung zwischen den Gemeinden wird die Erwachsenenbildung im Bereich Hude durch die Gemeinde Ganderkesee wahrgenommen.

In der Ganderkeseer Verwaltung gibt man sich gelassen: Sollte Hude aussteigen, dann würden die Kursplanungen und Angebote für Ganderkesee und Harpstedt vollumfänglich fortgeführt, betonte Gemeindesprecher Hauke Gruhn. Eine Verschlechterung könne definitiv ausgeschlossen werden. Gruhn: „Sofern Themen bisher exklusiv in Hude angeboten wurden, ist zu überlegen, ob diese künftig auch in Ganderkesee oder Harpstedt auf Interesse stoßen könnten“. Zum 1. Januar 2019 ist der Volkshochschulbereich in Ganderkesee, der zuvor allein in Trägerschaft der Gemeinde war, aufgespalten und auf eigene Füße gestellt worden.

Das Kurs- und Kulturangebot der regioVHS wird nun in dem Eigenbetrieb „Bildung und Kultur“ verwaltet, das Projektgeschäft leitet eine gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) mit der Gemeinde als alleiniger Gesellschafterin.

Den erhöhten Zuschussbedarf der regioVHS für das Haushaltsjahr 2020 begründet die Ganderkeseer Verwaltung überwiegend mit einem Einbruch bei Einnahmen im Projektbereich. Die Erlöse durch Bildungsprojekte sinken demnach 2020 auf 408 600 Euro Euro (2019 noch 714 000 Euro). Das Defizit von insgesamt 583 900 Euro teilt sich auf in 464 500 Euro bei dieser Volkshochschularbeit und weiteren 119 400 Euro „Miese“ im Bereich Kultur.

Sicher ist der Austritt Hudes noch nicht. Der Vorstoß, der in Hude noch den Verwaltungsausschuss und den Rat passieren muss, soll Ganderkesee an den Verhandlungstisch treiben.

Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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