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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Prävention Im Gymnasium Ganderkesee: Probleme rechtzeitig ansprechen

21.02.2020

Ganderkesee „Nur weil jemand lacht, kann man sich nicht darauf verlassen, dass es für denjenigen lustig ist“, sagte Martin Klinger am Donnerstag im Gymnasium Ganderkesee bei seinem Vortrag über „Gewalt und Mobbing“. Im Rahmen des schuleigenen Präventionskonzepts sprach der Polizeioberkommissar aus Wildeshausen eine Woche lang mit den Schülern aller sechsten Klassen. Vom fünften bis zum neunten Jahrgang hat das Gymnasium feste präventive Themenbausteine im Schulplan. Die Schulleiterin Dr. Renate Richter und der Schulsozialarbeiter Björn Knölke stellten das aktuelle Konzept vor.

Themen als Bausteine

„Diese Module laufen bei uns regelmäßig jedes Jahr“, sagte Richter. Die Präventionsarbeit sei sinnvoll und wichtig, denn „die Probleme des Lebens kommen auch in die Schule.“ Um die Vermittlung von Themen besser zu regeln, wurden diese in jahrgangsspezifische Bausteine gegliedert. „Wir fangen in der fünften Klasse mit dem Klassenrat an“, erklärte Knölke. Dieses Gremium erlaube Schülern, eigenständig Probleme zu besprechen, diese oft bereits im Vorfeld zu vermeiden und dabei gleichzeitig auch demokratische Grundlagen zu lernen.

Was die Präsenz von Themen wie Cybermobbing, Alkohol und Drogen angeht, hat das Gymnasium aktuelle Daten: „Wir haben letztes Jahr eine große Studie durchführen lassen“, sagte Richter. Die Ergebnisse der Befragung hunderter Schüler wurden im Anschluss in dem aktuellen Bausteinplan verarbeitet, so die Schulleiterin.

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Ein Resultat davon ist, dass Alkohol jetzt in der achten statt wie früher der neunten Klasse thematisiert wird. Knölke: „Kinder haben dann oft die ersten Berührungspunkte durch Vereine und Feiern.“ Für Ganderkesee sei der Fasching in dem Zusammenhang auch ein Faktor, weshalb der Umgang mit Alkohol ganz bewusst vor der Narrenzeit Gesprächsthema war.

Lieber in der Schule reden

Die Prävention werde seitens der Schüler auch gut angenommen, bestätigte Knölke. Das liege nicht zuletzt auch daran, dass deren Wünsche aktiv mit in die Themengestaltung aufgenommen werden. „Es gibt auch Dinge, die Kinder zuhause nicht ansprechen möchten“, sagte Richter. Wenn es um merkwürdige Bilder im Internet oder Inhalte in sozialen Netzwerken gehe, gebe es gegenüber Eltern dabei auch die Angst, das eigene Handy abgeben zu müssen.

Mobbing war für die Klasse 6d, die Martin Klinger am Donnerstag besuchte, aber eher ein theoretisches Problem. „Ich werde wegen meines Rollstuhls nicht gemobbt“, sagte Kenan (12). „Ich fühle mich hier wohl.“ Auch normales Ärgern gebe es kaum, ergänzte Chiara (12): „Manchmal kommen dumme Spitznamen, aber wenn man fragt, hört das auch auf.“ Den Eindruck bestätigte auch Knölke. „Mobbing findet wenig statt. Wir haben hier ein gutes Miteinander.“

Das sieht online oft anders anders aus: „Der Umgang in sozialen Netzwerken ist sehr rau geworden“, sagte Klinger. Nicht nur aus diesem Grund wird das Thema Cybermobbing in mehreren Jahrgängen des Gymnasiums vertieft.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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