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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Praktikum: Vom Klassenzimmer ins Büro wechseln

26.01.2019

Ganderkesee Ordnung ist wichtig – egal in welchem Beruf. Vor allem diese Erfahrung haben Charlotte Tautz und Miras Cengiz (beide 17) , während ihres zweiwöchigen Praktikums bei der Nachhilfeschule „Eazy Learning“ gemacht. Denn auf Ordnung kommt es an, vor Ort in den Räumen sowie im Computersystem. „Wenn man nicht alles genau nachhält und dokumentiert, kommt man schnell durcheinander“, betonten die beiden.

Über mich – Janne Hafermann

Mein Praktikum habe ich in der Ganderkeseer Lokalredaktion der Nordwest-Zeitung verbracht. Ich habe mich für diesen Praktikumsplatz entschieden, da ich gerne einen Einblick in den Journalismus haben wollte. Der Beruf umfasst viele verschiedene Bereiche, was mich selbst fasziniert. Ich durfte hinter die Kulissen der Zeitung schauen und habe gemerkt, wie viel Arbeit und Mühe in jeder Ausgabe eigentlich steckt.

Schon am ersten Tag durfte ich eigene, kleine Artikel schreiben. Ich konnte die Redakteure bei Terminen begleiten, Fragen in Interviews stellen und auch größere Artikel entwerfen.

Bei meiner Berufswahl bin ich mir noch unsicher. Durch die Zeitung habe ich noch einmal viele neue Eindrücke bekommen, nicht nur in den Beruf der Journalisten. Man kommt herum und kriegt viel mehr mit, was im Ort passiert.

Am Freitag endete für die Elftklässler des Gymnasiums Ganderkesee das Berufspraktikum. Rund 90 Schülerinnen und Schüler haben sich – schon das zweite Mal in ihrer Schullaufbahn – zwei Wochen lang im Berufsleben ausprobiert – für die NWZ ein Anlass, um nach ihren Eindrücken und Erfahrungen zu fragen.

Charlotte nimmt selbst Nachhilfe bei „Eazy Learning“, sie kennt den Betrieb des jungen Unternehmers Moustafa Zein (21) bereits – aber bisher nur aus Schülersicht. Anstatt im Matheunterricht zu sitzen, durften die beiden Praktikanten nun eine andere Perspektive einnehmen und selbst Matheunterricht geben. Auch in der Verwaltung haben die Schüler Erfahrungen gesammelt.

Beide wissen noch nicht genau, was sie später machen wollen. Miras möchte sich in Richtung Mathematik orientieren, Charlotte im sozialen Bereich. Nachhilfe als Beruf käme für beide nicht in Frage. Für einen Nebenjob oder ein Freiwilliges Soziales Jahr noch einmal zu „Eazy learning“ zu kommen, könnten sich aber beide vorstellen. „Ich hatte vor, etwas anderes zu machen als Nachhilfe, aber ich finde, dass es hier sehr viel Spaß macht“, so Miras über sein Praktikum, „alle sind freundlich und die Atmosphäre stimmt.“

Über eine gute Atmosphäre freute sich auch Katharina Klobetanz, die ihr Praktikum in der Krippengruppe des Ganderkeseer Jona-Kindergartens verbrachte. Die 17-Jährige kommt selbst aus einer großen Familie mit vielen kleinen Cousins und Neffen und hat somit eine Leidenschaft für Kinder. Jeden Tag mit ihnen spielen, kuscheln, sie beschäftigen, lernen, die Reaktionen der größtenteils Zweijährigen einzuschätzen, und auch mal Streit schlichten: „So kann es gerne noch weitergehen“, schwärmte die Praktikantin, die sich den Beruf der Erzieherin gut nach der Schule vorstellen kann.

Auch der 16-jährige David Castiglione ging in seinem Praktikum seiner Leidenschaft nach: der Politik. Im Ganderkeseer Büro der Freien Wähler bekam er Politik auf kommunaler, landesweiter, bundesweiter und europäischer Ebene geboten. „Ich bin in der Pressestelle tätig, schreibe Pressemitteilungen, Facebook-Posts und habe sogar eine Presse-Konferenz in Bremen besucht“, erzählte der Praktikant. Doch auch David lernte, was es heißt, in das Berufsleben einzusteigen: „Du bist am Ende des Tages echt kaputt, wenn du nach Hause kommst“, berichtete der Praktikant. Später im Beruf möchte er trotzdem etwas mit Politik machen – am liebsten Politiker.

Für das Architektenbüro Ullrich Runge in Delmenhorst hatte sich Hanna Rohlfs entschieden: Die 17-Jährige bekam ihre eigenen Aufgaben, entwarf Häuser, Skizzen, erstellte mit einem Computersystem Pläne – und hatte ordentlich zu tun: „Es ist komplizierter als nur Word“, betonte Hanna, der die Herausforderung aber nichts ausmachte, „ich habe mich mich jeden Morgen gefreut, wieder hinzugehen.“

Hanna hat vor einigen Jahren schon einen Zukunftstag beim Architekten gemacht und wollte gerne einen näheren Eindruck in den Berufsalltag und die Aufgaben bekommen. „Es ist anders als erwartet“, erzählte die Praktikantin, „wenn man an den Beruf des Architekten denkt, denkt man nur an Häuser entwerfen, aber es steckt noch viel mehr dahinter. Es gibt so viele verschiedene Aufgabenbereiche.“ Ebenfalls beeindruckt war sie davon, wie viel Kontakt mit Menschen der Beruf mit sich bringt: „Ständig klingelt das Telefon, man fährt auf die Baustelle, um Probleme zu lösen, Fragen zu beantworten oder sich zum Beispiel auch mit dem Maler auseinanderzusetzen. Das war mir nicht bewusst.“

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