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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Stunde Der Gartenvögel Auch In Ganderkesee: Neugier auf die Vogelwelt wird geweckt

09.01.2020

Ganderkesee Vögel zählen macht Schule in Ganderkesee – und das seit sechs Jahren: So lange schon gehen Vertreter des Naturschutzbundes (Nabu) in die Grundschulen der Gemeinde und werben für die Stunde der Wintervögel. Diese bundesweite Zählaktion liefert wichtige Erkenntnisse über Entwicklungen und Veränderungen der Vogelbestände – und jeder kann dabei mithelfen, gerne auch Kinder.

„Wir wollen über die Grundschüler möglichst die ganze Familie erreichen und auch die Eltern oder Großeltern mit ins Boot holen“, erklärt Hans Fingerhut, Ortsvorsitzender des Nabu in Ganderkesee. Je mehr Augen hinschauen, desto zuverlässiger sind die Ergebnisse der Aktion, die in diesem Jahr vom 10. bis 12. Januar stattfindet. Wer am Wochenende keine Zeit dafür findet, kann aber noch bis zum 20. Januar seine Zahlen an den Nabu melden, betont Hans Fingerhut.

Eine Stunde zählen und Ergebnisse bis 20. Januar melden

Die Stunde der Wintervögel schlägt an diesem Wochenende: Von Freitag bis Sonntag kann jeder mitmachen. Eine Stunde lang sollen die Vögel im Garten, idealerweise an einer Futterstelle, gezählt und die meisten gleichzeitig gesehenen Tiere einer Art notiert werden.

Die Ergebnisse können bis zum 20. Januar an den Nabu gemeldet werden – per Post (Nabu/„Stunde der Wintervögel“, 10 469 Berlin) oder online (www.nabu.de/onlinemeldung), telefonisch (Telefon   0800/11 57 115) und auch über die Nabu-App „Vogelwelt“.

Flyer und Plakate mit weiteren Informationen liegen in vielen örtlichen Geschäften aus. Informationen zur Aktion gibt es auch beim Nabu-Monatstreffen an diesem Donnerstag, 9. Januar, ab 20 Uhr im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hollen, Holler Weg 30.

Die alljährliche Werbung in den Ganderkeseer Schulen dient indes nicht nur der Steigerung der Teilnehmerzahlen. Vielmehr will der Nabu den Kindern auch Kenntnisse über die Vogelwelt vermitteln. Dabei stellt Hans Fingerhut durchaus Erfolge fest: „Eine gewisse Wissensentwicklung ist erkennbar.“ Deshalb bedauert der Nabu-Vorsitzende, dass diese Entwicklung nach der vierten Klasse nicht weitergeht: „Wir würden gern auch noch die Elf- und Zwölfjährigen erreichen.“ Von den beiden Oberschulen in Ganderkesee und Bookholzberg kam jedoch keine Rückmeldung auf das Angebot, die „Stunde der Wintervögel“ auch dort publik zu machen.

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Am Mittwochvormittag war Fingerhut mit seiner Nabu-Kollegin Heinke Hainke zu Gast in der Grundschule Dürerstraße. Beide freuten sich über das aufmerksame Interesse an ihrer Powerpoint-Präsentation und die zahlreichen Fragen danach. „Für Sachunterricht in dieser Form sind die Kinder immer zu begeistern“, weiß Lehrerin Sarah Niebuhr. Zwar seien die Kenntnisse über die Vogelwelt bei den Grundschülern generell nicht sehr stark ausgebildet, aber durch Aktionen wie die „Stunde der Wintervögel“ werde Wissen darüber praktisch nebenbei erworben.

Und auch beim Naturschutzbund weiß man hinterher mehr: Zwar werden die Ergebnisse der Zählungen nicht bis auf die Gemeindeebene ausgewertet, aber ein paar Anhaltspunkte gebe es auf jeden Fall, betont Fingerhut. Beispielsweise sei festzustellen, dass die Amselbestände in der Gemeinde, die durch das Usutu-Virus stark beeinträchtigt worden waren, sich wieder einigermaßen erholt haben. Auch bei Haus- und Feldsperlingen gebe es wieder Zuwächse. Fingerhut führt das vor allem auf die Intensivierung der Blühstreifen-Programme zurück.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Vogelwelt werden bei der „Stunde der Wintervögel“ ebenso deutlich. Aber die werden den Experten ohnehin schon jeden Tag vor Augen geführt: „Heute morgen habe ich im Garten einen Star gesehen“, berichtet Hans Fingerhut. „Der wäre normalerweise jetzt in Afrika.“

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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