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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bildung: Gemeinsam mit Musik begeistern

09.03.2017

Hude Svenja Lunden steht vor ihrer Klasse und klatscht drei Mal rhythmisch in die Hände. Sofort lassen die Schüler der Klasse 1a ihre Stifte fallen und wenden sich ihr zu. Sie wissen genau, dass die Gruppenarbeit nun beendet ist – durch das Klatschen wird hier der Unterricht strukturiert.

Seit Beginn des aktuellen Schuljahres im Sommer 2016 nimmt die Grundschule Jägerstraße am Projekt „Musikalische Grundschule“ teil und erarbeitet sich so in rund zwei Jahren diese offizielle Zertifizierung.

Musikalische Grundschule

Das Niedersächsische Kultusministerium startete das Projekt„Musikalische Grundschule“im Jahr 2012 gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung. Seither nehmen niedersachsenweit rund 140 Grundschulen am Projekt teil.

Die Aktionspläne des Projektes können stetig ergänzt und frei gestaltet werden. Über Internetplattformen und Fachtage findet ein schulübergreifender Austausch statt, die Schulen profitieren vom gemeinsamen Ideenpool.

Doch wie muss man sich eine „Musikalische Grundschule“ vorstellen? „Es ist nicht so, dass wir nicht vorher schon musikalisch unterwegs waren. Wir haben nur damit begonnen, die Musik als Instrument zur Unterrichtsgestaltung fest in unsere Ablauf zu integrieren“, sagt Schulleiterin Ilona Schütte.

Der Regelunterricht wird durch musikalische Elemente bereichert, die Stimmung aufgelockert. „Mit Musik kann man sogar Fächer wie Mathe interessant und ansprechend gestalten. Die Erinnerung an Unterrichtsinhalte ist einfach größer, wenn man sie mit bestimmten Rhythmen verbindet“, meint auch Musikkoordinatorin Svenja Lunden. Die „Zahlenhochzeit“ sei dafür ein gutes Beispiel. Das Lied, bei dem zwei Zahlen immer die Summe zehn ergeben, konnten die Kinder der Schulklasse 1a auch noch nach ein paar Monaten auswendig – ob das dröge Auswendiglernen der Rechnung auch so gut in Erinnerung geblieben wäre?

Zusammen mit Lehrerin Patricia Godula und Schulleiterin Ilona Schütte bildet die Mathe- und Musiklehrerin Svenja Lunden das „MuGs“-Team (Musikalische Grundschule-Team). Die Inhalte des aufgestellten Projektplanes – der die Grundlage zur Zertifizierung legt – werden gemeinsam festgelegt, das gesamte Kollegium setzt dann Ideen des Teams um. Besucht werden zudem Fortbildungen zum Thema Musikdidaktik. Teil des Projektes ist auch ein gemeinsames Schulliederheft, an dem Schüler und Lehrer gleichermaßen mitwirken.

Internationale Lieder

Spielerisch werden dank der „Musikalischen Grundschule“ auch neue Wörter gelernt: Aus „Guten Tag“ wird dann auch „Buenos Dias“, „Buongiorno“ oder „Bonjour“ – dabei wird geklatscht und gewunken. Die Kinderaugen leuchten begeistert.

„Besonders schön ist, dass man nicht musikalisch veranlagt sein muss, um von den Vorteilen des Projektes zu profitieren. Jeder kann mitmachen, die regelmäßigen Bewegungseinheiten fördern zudem die Konzentration der Schüler“, so Schütte. Und tatsächlich sei es auffällig, dass die Kinder motivierter sind und die musikalischen Einheiten des Unterrichtes als Belohnung wahrnehmen.

„Wir integrieren die Musik mindestens ein bis zwei Mal pro Unterrichtseinheit, die Schüler lassen sich hierdurch viel besser auf die Lerninhalte ein“, sagt Svenja Lunden. Ihre persönliche Leidenschaft zur Musik spiegelt sich auch im Verlauf des Projektes wider, bereits zu Beginn war sie Feuer und Flamme für die Umsetzung der „Musikalischen Grundschule“.

Auch ein Chor wurde gegründet, 45 Kinder aller Klassen singen bereits begeistert mit, Tendenz steigend. Der Schulalltag umfasst nun auch „Disco-“ oder „Entspannungspausen“. Dort tanzen die Kinder oder kommen bei langsamer Musik zur Ruhe.

Gemeinsam zum Ziel

„Wir freuen uns, dass die Idee und die Umsetzung des Projektes bei Schülern und Eltern gleichermaßen gut ankommt. Wir erhalten viele positive Rückmeldungen“, so Schütte.

Ohne Vorbereitung durch das „MuGs-Team“ geht es nicht. Dennoch handelt es sich um ein kostengünstiges Projekt, da bei der langfristigen Umsetzung keine Mehrbelastung anfällt, jeder trägt mit seinem individuellen Engagement zum Gelingen bei. „Alle Kollegen und auch die Kinder haben Spaß an der Umsetzung des Projektes“, sagt Schulleiterin Schütte. „Es ist ein leichtes Vorankommen, wenn alle an einem Strang ziehen.“

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