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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Gesamtschule Harpstedt steht vor dem Aus

07.06.2014

Harpstedt Die Integrierte Gesamtschule in Harpstedt steht offensichtlich vor dem Aus – wie am Freitag bekannt wurde, gibt es kaum noch Chancen, dass der Antrag des Landkreises auf die Einrichtung einer solchen Schule in Harpstedt genehmigt wird.

In einem Gespräch mit dem Niedersächsischen Kultusministerium sei klargestellt worden, dass der Kreis mit einem ablehnenden Bescheid rechnen müsse, sollte er seinen Antrag nicht selbstständig zurückziehen, erklärte Schulamtsleiter Maik Ehlers des Landkreises am Freitag auf Nachfrage der NWZ .

Hintergrund ist demnach ein nachlassendes Interesse von Seiten der Eltern. In den Befragungen in den vergangenen zwei Jahren habe das Interesse nicht einmal mehr ausgereicht, um eine Dreizügigkeit einer IGS in Harpstedt sicherzustellen, so Ehlers. Nach den aktuellen Vorgaben soll eine IGS jeweils vier Klassen eines Jahrgangs haben, in Ausnahmefällen sollen auch dreizügige Integrierte Gesamtschulen genehmigt werden.

„Dieses Ergebnis hätte ich mir nicht träumen lassen, zumal die Elterninitiative sich so sehr für die IGS eingesetzt hat“, so Ehlers. Vor allem aus Wildeshausen und Dötlingen sei kaum noch Zuspruch für eine Integrierte Gesamtschule in Harpstedt zu spüren gewesen.

Wie der Kreis jetzt weiter verfahren wird, darüber wird im nächsten Schulausschuss zu sprechen sein, der am 1. Juli im Gymnasium in Ganderkesee tagt.

Die FDP Harpstedt, die die Ansiedlung einer IGS in Harpstedt immer skeptisch sah, hat sich bereits positioniert: „Nun gilt es von allen Akteuren, eine Strategie zu entwickeln, die den Schulstandort Harpstedt zukunftsträchtig weiterbringt. Wir müssen ein bedarfsgerechtes qualitatives Schulangebot für kommende Schülergenerationen anbieten“, wird Ratsfrau Elisabeth Akkermann in einer Presseerklärung der Liberalen zitiert. Der SPD-Ortsvorsitzende und Samtgemeindebürgermeisterkandidat Klaus Budzin plädiert dagegen energisch dafür, den Antrag aufrechtzuerhalten.

„Das Land soll Stellung beziehen und erklären, warum wir noch einmal eine Elternbefragung durchführen mussten“, so Budzin. „Hätte man die erste Befragung als Grundlage genommen, was wohl in anderen Teilen Niedersachsens möglich gewesen ist, wäre die IGS zum kommenden Schuljahr Fakt.“

Jetzt müsse endlich und intensiv mit allen Beteiligten über die Zukunft des Schulstandortes Harpstedt gesprochen werden. „Mit der Einrichtung einer Oberschule, so wie es die FDP gefordert hat, bekommen wir nicht einen Schüler mehr nach Harpstedt“, so Budzin. „Das wäre mit einer IGS möglich gewesen und sie hätte in unserem Bereich ein Alleinstellungsmerkmal gehabt.“

In das gleiche Horn stößt auch Herwig Wöbse, der Samtgemeindebürgermeisterkandidat der Union erklärt für die CDU-Fraktion: „Von einem Zurückziehen des Antrages durch den Landkreis Oldenburg halte ich nichts. Nur ein schriftlicher Bescheid des Landes zur beantragten IGS in Harpstedt gibt endgültige Klarheit. Eine Ablehnung wäre für die engagierte Elterninitiative eine große Enttäuschung. Wenn das der Fall ist, muss von allen Beteiligten überlegt werden, wie es mit dem Schulzentrum Harpstedt zukunftsfähig weitergehen kann.“

Auch Regina Huntemann, Mitglied der Elterninitiative für die IGS Harpstedt und Samtgemeinderatsmitglied der Grünen, ist ebenfalls strikt dagegen, jetzt aufzugeben. „Den Antrag zurückzunehmen würde nur Sinn machen, wenn wir uns sonst andere Chancen verbauen“, sagt sie.

Die aktuelle Entwicklung findet sie „total schade. Hätten mehr Leute früher was dafür getan, hätten wir längst eine IGS“, sagt sie.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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