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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kunst: Graffiti-Schüler sprühen vor Fantasie

04.10.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T14:45:28Z 280 158

Kunst:
Graffiti-Schüler sprühen vor Fantasie

Ganderkesee Ganderkesees Grundschule an der Dürerstraße ist in dieser Woche bunter geworden – und zwar im wörtlichen Sinne. 20 junge Graffiti-Sprayer haben die weiße Tristesse der Musikraum-Außenwand in ein farbenfrohes 60-Quadratmeter-Bild verwandelt. „Ich bin schwer beeindruckt“, staunte Rektor Frank von der Aa über die Fantasielandschaft mit lächelnder Riesenkrake, mit dem Drachen Kokosnuss, mit Kuscheltier Glubschi oder Lego-Mann Jack Stone.

Bei der Graffiti-Aktion handelt es sich um ein gemeinsames Projekt von Grundschule und Gemeinde Ganderkesee. Swantje Neubauer, Mitarbeiterin im Jugendraum Horst, hatte die Fäden zu Graffiti-Lehrer Siko Ortner aus Hamburg geknüpft und ihn für ein Mitwirken gewonnen. Die Schule stellte die Wand, die Gemeinde die Farbe.

An drei Tagen führten Ortner und Neubauer dann 20 Viertklässler in die Technik des Graffiti ein und fertigten zunächst mit ihnen Skizzen an. An drei weiteren Tagen wurden die Ideen an die Wand gesprüht.

Was die Motive angeht, „haben wir den Kindern komplett freie Hand gelassen“, betonte von der Aa. Die Viertklässler entschieden sich für Comic-Figuren aus Kinderbüchern – eine neue Erfahrung für Ortner, der normalerweise Jugendliche ab Klasse 7 unterrichtet.

Ob denn das Sprayen nicht Anreiz ist, später illegal Wände oder Fahrzeuge zu beschmieren? Entschieden schüttelte Ortner den Kopf. Das Gegenteil sei der Fall. Das habe er schon in den 1980er Jahren erkannt, als er in Hamburg mit der Soko Graffiti der Polizei zusammenarbeitete und versuchte, durch Anleitung zum legalen Sprayen das illegale Sprühen zu vermeiden. „Das hat funktioniert.“

Eine ähnliche Erfahrung habe man vor mehreren Jahren auch an der Dürerstraße gemacht, berichtete Frank von der Aa. Damals sei die Wand, auf die jetzt das Riesenbild projiziert wurde, „fast regelmäßig“ durch Sprayer verunziert worden. Damit sei schlagartig Schluss gewesen, als an der Wand ein erstes Graffiti-Bild erstellt worden war.

Wie das farbenfrohe Riesen-Bild denn heißen soll? Einige der Viertklässler zuckten die Schulter. Noch gebe es keinen Namen. Vielleicht, so regte die neunjährige Marie-Zoe an, könne der Titel ja widerspiegeln, wofür für sie das Sprayen steht: „Spaß haben“.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
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