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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 1 Minute.

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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Mit Leib und Seele für die Kinder

05.12.2019

Großenkneten /Landkreis Große Tafel bei Andrea Jaedicke: Der Tisch ist mit frischem Obst, Kuchen und kalten und warmen Getränken gedeckt. Gemeinsam mit ihr sitzen auch Grundschüler Hannes und Baby Emil auf ihren Stühlen. Sie sind täglich bei Andrea Jaedicke zu Gast – schließlich ist die 62-Jährige ihre Tagespflegemutter. Die Großenkneterin ist eine von mehr als 40 Tagespflegepersonen im Landkreis Oldenburg. Den Bedarf, den es aktuell in allen Gemeinden gibt, können sie aber nicht decken – deshalb wird dringend „Nachwuchs“ gesucht.

Die familienähnliche Betreuungsform der Kindertagespflege wird vor allem für Kinder unter drei Jahren in Anspruch genommen, bevor sie in den Kindergarten gehen. Aber auch Schulkinder, die nach dem Unterricht betreut werden sollen, können das Angebot nutzen. Es ist eine öffentliche Kinderbetreuung im privaten Raum – entweder bei den Eltern zuhause oder wie bei Andrea Jaedicke bei sich in den eigenen vier Wänden.

Grundschüler Hannes ist seit April nachmittags bei ihr. Seitdem herrscht im Hause Jaedicke immer mächtig Betrieb – zumal im Sommer der erst einjährige Emil dazugekommen ist. „Wir essen zusammen, haben gerade erst einen Adventskalender zusammen gebastelt und spielen“, verrät die 62-Jährige. Auch die Hausaufgaben kommen bei Hannes nicht zu kurz. Er selber fühlt sich schon beinahe wie ein großer Bruder – schließlich kümmert er sich um den kleinen Emil, spielt mit ihm. „Ich habe auf jeden Fall schon eine Menge über kleine Kinder gelernt“, sagt Hannes, ehe er mit einem großen Redondo Ball zum Spielen verschwindet.

Qualifizierung in der Kindertagespflege

Im Februar startet ein neunmonatiger Kurs zur Qualifizierung in der Kindertagespflege in der LEB, Grünes Zentrum in Huntlosen.

160 Unterrichtseinheiten gehören zu diesem Kurs. Immer donnerstags von 19 bis 22.15 Uhr und einmal im Monat an einem Samstag (9 bis 14 Uhr) findet der Unterricht mit verschiedenen Referenten statt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 300 Euro. 200 Euro werden nach Beantragung der Erlaubnis zur Kindertagespflege vom Familien- und Kinderservicebüro zurückerstattet.

Anmeldungen nimmt Karin Pieper (Telefon  04487/ 75 07 99 22 oder oldenburg @leb.de) entgegen. Bei ihr sind auch weitere Informationen erhältlich.

Das familiäre Umfeld ist es, das viele Eltern von der Kindertagespflege überzeugt. „Die Tagespflegeeltern betreuen die Kinder mit Leib und Seele“, sagt Hildegard Schmitz-Neumann vom Familien- und Kinderservicebüro des Landkreises. „Die Eltern wissen das zu schätzen. Die Tagesmütter und Tagesväter erfahren sehr viel Dankbarkeit.“

Nicht mehr als fünf Kinder dürfen die Tagespflegeeltern betreuen. Für jedes Kind bekommen sie pro Stunde zwischen 5 und 6,50 Euro. Dazu werden die Pflichtbeiträge zu den gesetzlichen Krankenversicherungen – vergleichbar zum Arbeitgeberanteil – zur Hälfte erstattet.

Bevor Andrea Jaedicke und ihre Kolleginnen und Kollegen mit der Arbeit beginnen können, steht für sie alle eine Ausbildung an. Seit über 25 Jahren bildet die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) im Landkreis Männer und Frauen in der Kindertagespflege aus. Für Andrea Jaedicke und die anderen Kursteilnehmer standen 160 Unterrichtseinheiten, ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind und eine schriftliche Arbeit mit Konzept auf dem Stundenplan. „Die Teilnehmer lernen viele pädagogische, psychologische und rechtliche Dinge“, sagt Karin Pieper von der LEB.

Bilden – Betreuen – Erziehen: Das sind die Grundprinzipien, nach denen die Tagespflegeeltern vorgehen. „Die Arbeit mit den Kindern macht mir unheimlich viel Spaß“, sagt Jaedicke, die früher schon als Familienlotsin tätig war und seit fünf Jahren eine Bobbycar-Übungsstunde im Verein leitet. „Die Zeit ist sicherlich intensiv, schließlich will man die Kinder ja auch über eine Zeit lang auf ihrem Weg begleiten und nicht direkt wieder abgeben.“

Hannes und Emil fühlen sich bei ihrer Tagesmutter richtig wohl. Im Garten kann bei gutem Wetter getobt werden, bei schlechtem lässt sich Andrea Jaedicke verschiedene Sachen einfallen. „Mir ist ganz wichtig, die Kinder selbst entdecken zu lassen“, sagt sie.

Wie sehr sie sich auf die Kinder eingestellt hat, lässt sich bereits mit einem Blick durch die Wohnung erahnen: In jeder Ecke stehen Spielsachen: „Die können sich die Kinder jederzeit zum Spielen nehmen.“

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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