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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Verkehrswacht will Pedelec-Fahrer fit machen

11.04.2019

Grüppenbühren /Landkreis Eine neue Risikogruppe, deren Zahl rasant wächst, bereitet Verkehrssicherheits-Experten zunehmend Sorgen: Immer mehr Menschen verunglücken mit dem E-Bike oder Pedelec – auch im Landkreis Oldenburg. Was unlängst in der Unfallstatistik der Polizeiinspektion schon besonders hervorgehoben wurde, beschäftigte am Dienstagnachmittag auch die Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg auf der Jahreshauptversammlung im Gasthof „Zur Linde“ in Grüppenbühren.

Sicher und gut gefahren

Unter allen Teilnehmern der „Fit-im-Auto“-Kurse hat die Verkehrswacht drei Personen ausgelost, die am Dienstag mit kleinen Preisen bedacht wurden: Gerda Schubert (Harpstedt), Margret Varenkamp (Ganderkesee) und Kurt Krüger (Hatten) waren die Glücklichen.

Für 50 Jahre unfallfreies Fahren wurden Jürgen Pilger, Uwe Schwemmler und Heinz Strodthoff ausgezeichnet. Alle drei kommen alle aus der Gemeinde Ganderkesee.

„Wir benötigen dringend mehr und bessere Fahrradwege“, forderte die Verkehrswacht-Vorsitzende Christel Zießler. In der Realität indes scheiterten die Bemühungen oft am Grunderwerb, der nicht zustande komme. Der Erste Kreisrat Christian Wolff wies aber darauf hin, dass der Landkreis Oldenburg schon gut ausgestattet sei: An mehr als 90 Prozent der Kreisstraßen seien bereits Radwege angelegt.

Das Hauptproblem sind ohnehin die höheren Geschwindigkeiten, die mit elektrischer Unterstützung beim Treten erreicht werden: Viele Pedelec-Fahrer bedenken nicht, dass ihr Bremsweg länger ist, das Ausweichen bei Hindernissen schwieriger und der Aufprall bei Stürzen heftiger. Und dass auf einem E-Bike unbedingt ein Fahrradhelm getragen werden sollte, hat sich auch noch nicht herumgesprochen. So kam es im vergangenen Jahr nach Angaben des Verkehrswacht-Kreisgeschäftsführers Peter Wildbredt zu einer deutlich gestiegenen Zahl an Fahrradunfällen – auch mit mehr Toten und Schwerverletzten.

Gegensteuern will die Verkehrswacht mit einem neuen Kursangebot: „Fit mit dem Pedelec“ heißt es und soll Anfang Mai in Hannover vorgestellt werden. Die Moderatoren für das Fahrrad-Training seien im Landkreis Oldenburg schon ausgebildet worden, sagte Wildbredt.

Gute Erfahrungen gemacht hat die Verkehrswacht schließlich schon mit Fahrsicherheitstrainings für andere Risikogruppen: Von elf Kursen für Motorradfahrer und 30 für Pkw-Fahrer berichtete Wildbredt in seiner Jahresbilanz. Zudem wurden insgesamt 138 Senioren bei 13 Veranstaltungen „Fit im Auto“ geschult. Gerade dieses Angebot hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt – ist laut Wildbredt aber auch dringender denn je: Denn das durchschnittliche Unfallrisiko der Über-70-Jährigen sei zuletzt deutlich angestiegen, während es bei den jungen Fahrern zwischen 18 und 25 Jahren seit 1997 kontinuierlich zurückgehe. Diesen Trend führt Wildbredt auf eine verbesserte Ausbildung in den Fahrschulen zurück – und auch auf die Aktivitäten der Verkehrswacht.

Eher unter jüngeren Fahrern ist allerdings eine Risikogruppe angesiedelt, auf die Gerke Stüven, Leiterin des Polizeikommissariats für den Landkreis in Wildeshausen, hinwies: „Ablenkung durch das Handy ist inzwischen eine wesentliche Unfallursache!“ Das Problem für die Polizei: Der Nachweis lasse sich bei der Unfallaufnahme nur schwer führen.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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