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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bildung: Grundschulen keine Oase des Friedens

04.03.2015

Harpstedt Selten sind sich Politiker einig darüber, dass sie Geld für die Lösung eines Problems ausgeben wollen, für das sie sich eigentlich gar nicht zuständig fühlen. Am Dienstag hat der Schulaussschuss der Samtgemeinde einstimmig beschlossen, eine Stelle mit 4,5 Wochenstunden für die Schulsozialarbeit an den Grundschulen Harpstedt und Dünsen zu schaffen.

Dabei waren eigentlich alle Fraktionen der Meinung, dass die Schulsozialarbeit Aufgabe des Landes sei. Hannover werde dieses Problem aber in absehbarer Zeit nicht anpacken und deshalb müsse die Gemeinde einspringen,so die einhellige Meinung

Schulleiter Wolfgang Kunsch hatte vorher erläutert, dass die Harpstedter Schulen im Vergleich zu anderen zwar geradezu Oasen des Schulfriedens seien, aber trotzdem zahlreiche Problemfälle unter ihren Schülern hätten. Sowohl Eltern als auch Lehrer bräuchten Beratung und Unterstützung vor Ort. Eine Fortbildung einer Lehrkraft zum Beratungslehrer sei eine Alternative, dauere aber drei Jahre und die Fortbildungen seien regelmäßig überfüllt.

Das Bild der Oase wollte Lehrer Hinnerk Halling nicht stehenlassen. In Harpstedt laufe vieles toll, es gebe aber eben auch zahlreiche Kinder, die eigentlich eine ständige Betreuung brauchen, und viele Kollegen, die immer wieder an ihre Grenzen gebracht würden. Zugleich sei seiner Ansicht nach das Jugendamt massiv unterfinanziert und deshalb oft nicht in der Lage in dringenden Fällen zu helfen.

Politiker aller Fraktion überlegten vor diesem Hintergrund, ob 4,5 Stunden ausreichend seien. Hartmut Post (CDU) regte an, nach einem Jahr zu überprüfen, ob der Bedarf gedeckt sei oder die Stelle aufgestockt werden müsse.

Klaus Budzin (SPD) forderte, trotz der geringen Chancen einen Antrag beim Land Niedersachsen zu stellen. „Das Land ist verdammt noch mal zuständig und verpflichtet“, sagte er. „Den Antrag sollten wir stellen, damit die in Hannover endlich aufwachen.“

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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