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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Hier hat das Handy Pause

18.12.2014

Wildeshausen Chatten, fotografieren und posten: Mit Handys kann schon lange nicht mehr nur telefoniert werden. Auch vor dem Pausenhof machen die Smartphones nicht Halt und erobern den Alltag vieler Schülerinnen und Schüler. Strikte Regeln an den Schulen sollen dabei für einen handyfreien Alltag sorgen.

„Im Unterricht und in den Pausen müssen die Handys ausgeschaltet und nicht sichtbar sein“, erklärt Lehrerin Heike Schaal vom Gymnasium Wildeshausen. Damit wolle die Schule dem Markendruck aus dem Weg gehen und für mehr Konzentration sorgen. „Nun stehen die Gespräche wieder mehr im Vordergrund“, so Schaal.

Ähnlich halten es auch die Realschule und die Hauptschule in der Kreisstadt. Smartphones sind im Unterricht und in der Pause unerwünscht, es sei denn, eine Lehrkraft fordert im Unterricht zur Nutzung auf.

„Bevor wir diese Regelung hatten, ist es viel lauter auf den Gängen gewesen“, erzählt Schulleiterin Dorit Hielscher. Seit eineinhalb Jahren gebe es hier bereits die Handy-Regelung.

Wird dennoch telefoniert, gesimst oder gespielt, wird das Handy an vielen Schulen kurzerhand eingesammelt und im Sekretariat verwahrt. Am Ende des Schultages kann das Gerät wieder abgeholt werden. „Bei uns sollen dies die Eltern tun“, erklärt der Schulleiter der Realschule, Jan Pössel.

An Grundschulen ist das Handy-Problem noch nicht so ausgeprägt. Dennoch werden auch hier Handys in den Schulranzen verbannt.

Fakten zur Handy-Nutzung von Schülern

80 Prozent aller zwölf bis dreizehn Jährigen haben ein Handy.

Bei den Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren sind es schon 93 Prozent, die ein Smartphone besitzen.

Vor allem werden die Geräte zum Verschicken von kurzen Nachrichten über Whatsapp, Facebook, Twitter und andere Messenger-Dienste genutzt. Jeder Fünfte nutzt diese häufiger als 50-mal am Tag.

Das Posten von Bildern oder Videos gehört ebenfalls zum Alltag der Schüler. Apps wie Instagram, Youtube und Facebook bieten verschiedene Möglichkeiten an, sich mitzuteilen.

An Haupt- und Realschule sowie am Gymnasium funktioniere dieses Prinzip ganz gut. Am Gymnasium und an der Privatschule Gut Spascher Sand gibt es sogenannte „Handy-Zonen“, in denen die Schüler das Smartphone in der Pause kurz nutzen dürfen. „Wir sind mit unserer Regelung zufrieden, und die Eltern begrüßen das natürlich auch“, erzählt Schaal. Es sei schließlich ein immer wiederkehrendes Thema, auch zu Hause.

Das Graf-Anton-Günther- Gymnasium Oldenburg arbeitet gerade mit Schülern, Lehrern und Eltern an einer neuen Handyverordnung. „Wir müssen gemeinsam überlegen, wie wir ein Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Medien schaffen“, erklärt Schulleiter Wolfgang Schoedel. Es sei ein kontroverses Thema, bei dem auch die Schüler mit einbezogen werden müssen. In einer Arbeitsgruppe soll gemeinsam an einer Lösung des Problems gearbeitet werden. Es sei die pädagogische Aufgabe der Eltern und der Schule, dies zu tun. „Die Tatsache, dass wir diese Schritte gehen müssen zeigt, dass die bestehende Regelung nicht funktioniert.“

Schüler sollen sich wieder mehr auf den Unterricht konzentrieren. Whatsapp, Youtube und Facebook sind zwar angesagt, lenken aber auch vom Lernen ab. Da sind sich Schulen und Eltern einig.

Ann-Christin Scharf Volontärin / NWZ-Redaktion
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