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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Aufführung Gegen Mobbing In Harpstedt: Es muss nur einer „Nein“ sagen

29.11.2019

Harpstedt Was eine kleine Lüge bewirken kann: Das verdeutlichte das Stück „Fake oder War doch nur Spaß“. Die Schauspieler Romana Schneider und Philipp Bodner vom mobilen Theaterensemble „Radiks“ aus Berlin schlüpften in dem Stück in jeweils mehrere Rollen, um den 7., 8., 9. und 10. Klassen der Oberschule Harpstedt die Auswirkungen von (Cyber-)Mobbing aufzuzeigen. „Unser Regisseur hat es sich zur Aufgabe gemacht, Präventionsarbeit zu leisten“, so Philipp Bodner.

Zum Inhalt: Lea ist 17 Jahre alt, singt in einer Band und wird in eine Casting-Agentur aufgenommen. Dann zerstört ihre eigentlich beste Freundin Nadine aus Neid alles – mit nur einem kleinen Gerücht. Lea wird via Handy bedroht, ein Video von ihr, wie sie betrunken auf einer Toilette ist, ins Internet gestellt.

Einige Lehrer werden auf das Problem aufmerksam und versuchen zu helfen, doch mittlerweile ist alles außer Kontrolle geraten. Lea zu mobben ist zu einer Art „Sport“ geworden, auch Nadine hält längst nicht mehr die Zügel in der Hand. Lea fehlt immer häufiger in der Schule.

Als ihr dann auch noch ihr Freund Andi eröffnet, die Beziehung nur vorgetäuscht zu haben, und ihr Vater sie drängt, zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten, sieht sie keinen anderen Ausweg, als sich das Leben zu nehmen. Sie kann jedoch gerettet werden und einige der Mobber werden gerichtlich verurteilt.

Die Welt der sozialen Medien, „das ist jetzt die Lebenswelt der Schüler“, erklärte Lena Fösten-Kramer, Schulsozialarbeiterin an der Oberschule, die Wichtigkeit der Präventionsarbeit. So solle mit dem Stück die Medienkompetenz der Schüler gestärkt werden, und „dass sie wissen, was falsch ist“. Finanziell unterstützt wurde die Aufführung vom Präventionsrat der Samtgemeinde und dem Förderverein.

Nach dem Stück nahmen sich die Schauspieler Zeit, mit den Schülern darüber zu sprechen, um „gemeinsam zu ergründen, wie sich die Leute anders hätten verhalten können“, sagte Philipp Bodner. Es ging auch darum, was Lea hätte machen können. „Persönlich mit dem Mobber reden“, war der Vorschlag eines Schülers. Andere schlugen die Eltern als Bezugsperson vor, die beste Freundin, den Vertrauenslehrer.

Dass in letzter Instanz auch die Polizei eine Option sei, betonte Romana Schneider: „Keiner darf einfach Fotos von einem online stellen. Das kann man zur Anzeige bringen.“

Weiter betonte Bodner: „Das Schlimme in dem Stück ist, dass so viele den Mobbern den Rücken stärken.“ Dies nicht zu tun, nicht mitzumachen, sei die beste Lösung, Mobbing zu unterbinden. So erzählte auch eine Lehrerin aus der Vorbesprechung des Themas im Unterricht, ein Schüler habe gesagt, es müsse nur einer sagen: „Nein, da mache ich nicht mit!“

Jana Budde Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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