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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Hier entstehen Freundschaften

15.10.2019

Harpstedt /Loué „Dass es sich gelohnt hat, aus der Komfortzone herauszugehen“, ist das positive Fazit eines Jugendlichen: 19 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Harpstedt nahmen an einem einwöchigen Austausch mit dem Collège St. Michel im französischen Loué teil. Der Austausch mit der Partnerstadt Harpstedts in der Normandie ist Tradition; seit etwa 20 Jahren fahren Schüler der Klassen 7 bis 10 alle zwei Jahre nach Loué und bekommen im Gegenzug Besuch aus Frankreich.

Für Ute Traiser eine tolle Sache: Die Französischlehrerin ist seit diesem Schuljahr neu an der Oberschule und übernimmt von Ingrid Rathje die Organisation des Austausches. „Ich bin glücklich, dass ich eine Schule gefunden habe, wo ich so was machen kann“, freut sie sich.

Bereits das erste Zusammentreffen sei toll gewesen: „Es war sehr aufregend, wie die Schüler aufeinander zugegangen sind“, sagt Traiser. Schon da sei spürbar gewesen, dass die Gastfamilien sehr freundlich waren.

Und dieser Eindruck bestätigte sich: „Sie waren sehr fürsorglich, haben sich oft bei uns Lehrern rückversichert“, erzählt Ute Traiser. Außerdem seien sie bemüht gewesen, viele Ausflüge zu machen – einige seien in Zoos oder auf Jahrmärkten gewesen, andere sogar nach Paris gefahren. Auch beim Essen hätten sie versucht, Rücksicht zu nehmen und etwas zu kochen, das allen schmeckt. „Ich war gerührt, wenn ich gehört habe, was sie alles gemacht haben“, erzählt die Französischlehrerin.

Auch die Schülergruppe machte gemeinsame Ausflüge: Deutschlehrerin Agnes Jeronimo-Hartmann, auf französischer Seite zuständig für den Austausch, führte fachkundig auf den Mont St. Michel und durch St. Malo.

Beim Treffen mit Loués Bürgermeister Dominique Croyeau konnten die Schüler ihre Fragen stellen. Nach Gesprächen über die Partnerschaft zwischen den Städten und zu ihm selbst sei er etwas verlegen geworden bei der Frage, ob es in Loué auch Fridays for Future gebe. Es sei ein sehr ländlicher Raum, da würden sich die Leute nicht so dafür engagieren, habe er gesagt. Allerdings sei auch er um das Klima besorgt.

Aber auch der Unterricht kam nicht zu kurz. Dabei stellten die Jugendlichen direkt Unterschiede fest: So sammeln sich die Schüler vor Unterrichtsbeginn sowie nach jeder Pause und werden vom Lehrer abgeholt. Im Unterricht brachten sich die Harpstedter gut ein. „Die ganze Gruppe wurde von den dortigen Lehrern als offen und hilfsbereit beschrieben“, freut sich Ute Traiser über die positive Rückmeldung.

Eine solche gab es auch von den Schülern: Sie seien stolz, dass es mit der Verständigung geklappt hat. „Man hat gemerkt, dass es sehr viel Kontakt gab“, erzählt Traiser. Bei gemeinsamen Aktivitäten habe es gemischte Gruppen gegeben, das sei nicht selbstverständlich. „Es sind richtige Freundschaften entstanden“, sagt die Lehrerin, die die Schüler nach der Woche in die Herbstferien verabschiedete.

Jana Budde Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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