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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Vor 20 Jahren Neuland im Forst betreten

09.09.2019

Harpstedt Niels Gerlach (19), Joell Huntemann (14) und Justin Rosomm (13), alle drei kommen aus Harpstedt, waren drei der insgesamt 143 eingeladenen Ehemaligen des Waldkindergartens Harpstedt. Nicht nur für die einstigen Kindergartenkinder, sondern auch für Dr. Wulf Carius, Vorsitzender der BUND-Regionalgruppe Oldenburg Land/Delmenhorst, war der Samstag mitten im Wald an den Wagen und Infoständen ein besonderer Treffpunkt. Gefeiert wurde das 20-jährige Bestehen des Waldkindergarten Harpstedt, dem einzigen Kindergarten Deutschlands in BUND-Trägerschaft (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland).

Eltern zogen gleich mit

„1998 kamen wir ins Spiel, als es darum ging, durch den BUND einen Kindergarten im Wald zu unterstützen“, erklärte Carius. Eltern hätten sich schnell gefunden, die ihre Sprösslinge das ganze Jahr über im Waldkindergarten an vier Stunden pro Tag unterbringen wollten. „Da musste mit dem Forstamt gesprochen, mit dem Land und Landkreis sowie der Samtgemeinde und Gemeinde verhandelt werden. Dabei haben wir es Ratsherr Horst Hackfeld zu verdanken, der selbst sein Kind in einem Waldkindergarten unterbringen wollte.“ Am Ende stimmte die Gemeinde zu. Der Waldkindergarten wurde zunächst für zwei Jahre befristet genehmigt.

„Wer glaubt, dass ein Waldkindergarten günstiger als ein Regelkindergarten ist, der irrt“, schob Carius ein. Maximal 15 Kinder dürfen von 8 bis 12 Uhr betreut werden. Es darf nur eine Gruppe geben. Zwei Erzieher sind zwingend vorgeschrieben. „Das treibt die Kosten in die Höhe, obwohl die Ausstattung mit Waldwagen vergleichsweise niedrig ist“, so Carius.

Das Projekt Waldkindergarten kam an. Die Warteliste wurde lang, schwoll auf 30 Kinder an. „Wir wollten gern erweitern.“ Eine zweite Gruppe durfte wegen der Bestimmungen nicht eingerichtet werden, aber ein zweiter Waldkindergarten an gleicher Stelle war möglich. Gesagt, getan. Heute betreuen Andrea Brockmann und Sabine Reibert jeweils einen der beiden Kindergärten als Leiterinnen. Erzieherinnen sind Julia Swyter, Diana Nüßler und Sonja Kern.

„Als wir uns vor 20 Jahren zum ersten Mal mit der Initiative Waldkindergarten in den Landesforsten beschäftigten, musste der richtige, passende ortsnahe Platz gefunden werden. Heute haben wir in Bassum, Syke und Harpstedt jeweils Waldkindergärten“, erklärte Revierförster Eberhardt Guba von den Niedersächsischen Landesforsten.

Bunte Kita-Landschaft

Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse wies dagegen auf die Vielfalt der Kindergarteneinrichtungen in der Samtgemeinde hin. Neben den kommunalen Einrichtungen gebe es nicht nur die Waldkindergärten, sondern auch eine Freinet-Kindertagesstätte in Prinzhöfte. „In einem Waldkindergarten steht eine besondere Wertevermittlung im Vordergrund. Motorik-Stärkung, der Blick für die Natur oder das einfache Rückwärtsgehen gehörten neben Wind und Wetter dazu.“ In der Schule unter einem Dach mit anderen Kindern, seien die Waldkindergarten-Kinder stressresistent und ansonsten normale Schüler.

Wolfram Höhn vom BUND-Landesverband Niedersachsen würdigte den 20-jährigen Einsatz vor Ort und bedankte sich bei den Erzieherinnen mit einem Geschenk.

Ein Geschenk erhielt auch Günter Michael. Die Erzieherinnen und Kindergartenkinder bedankten sich mit einem Plakat bei dem Dünsener. Wenn es um Musik geht, ist er immer mit seiner Gitarre zur Stelle, wie auch beim gesungenen Lied „Dies ist ein Baum“, das die Kinder vortrugen. Michael hatte ebenfalls ein Präsent dabei. Eine Ukulele, mit der die Kinder Umgang und Einblick in Musik und das Spielen von Instrumenten erhalten können.

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