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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Schüler verschwinden im „Toten Winkel“

19.09.2018

Heide Zwar sind zusätzliche Spiegel mittlerweile Pflicht, aber der „Tote Winkel“ ist weiterhin eine ernstzunehmende Gefahr. Eine Gefahr, auf die der Round Table 91 (Delmenhorst) seit 2008 regelmäßig hinweist – so wie am Dienstag an der Grundschule Heide.

„Aus eigener Erfahrung: Der Blick geht immer zuerst in den Hauptspiegel“, erklärte Alfred Dube gegenüber der NWZ. Dube ist MAN Fahr­trainer bei der Firma Tiemann Nutzfahrzeuge in Bremen und weiß, wovon er redet. „Man schaut natürlich kurz danach in den anderen Spiegel. Aber diese Sekundenbruchteile können schon entscheidend sein.“ Daher sei es besonders wichtig, vor allem Kindern zu erklären und zu zeigen, was der „Tote Winkel“ wirklich bedeutet.

Seit zehn Jahren

Der Round Table 91

1952 wurde in Hamburg der erste Round Table Deutschlands gegründet. Die Organisation selbst wurde 1927 in Norwich (England) gegründet.

Deutschlandweit sind mittlerweile (Stand März 2018) 233 „Tische“ aktiv. Ihnen gehören 3558 Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren an. Weltweit zählt der Serviceclub 35 000 Mitglieder in 60 Ländern.

Der Round Table 91 wurde 1975 gegründet.

Amtierender Präsident ist der Rechtsanwalt Christoph Stolle, Vize-Präsident ist Christian Scherff und Past-Präsident Mirco Mausolf.

    https://rt91.de/

„2008 war die Aktion ,Raus aus dem Toten Winkel’ das nationale Serviceprojekt der Round Tabler“, so Christian Scherff. Der Heider ist Vize-Präsident des Round Table 91 – und hat selbst ein Kind an der Grundschule Heide. „Das war meiner Meinung nach eines der besten Projekte, die wir in den letzten Jahren gemacht haben, weil es sehr nachhaltig ist“, sagte Scherff weiter. Viele der „Tische“ in Deutschland würden das ähnlich sehen, daher werde die Aktion seit zehn Jahren immer wieder an verschiedenen Orten angeboten.

Immer andere Schulen kommen dabei zum Zug. Für die Schülerinnen und Schüler sei das immer wieder ein Erlebnis, so Scherff. Der Ablauf der Aktion ist eigentlich immer gleich: Die Schüler stellen sich in markierte Bereiche und ein Mitschüler darf sich ins Führerhaus setzen und gucken. Alllein am Steuer des großen Lkws zu sitzen, ist für die Jungs und Mädchen schon ein Erlebnis. Wenn dann aber – auf ein Zeichen hin – die anderen den „Toten Winkel“ verlassen, ist das Erstaunen groß.

Kinder sensibilisieren

16 Schüler verschwinden ohne Probleme vor und neben der Sattelzugmaschine. Am meisten passen direkt vor das schwere Fahrzeug. „Was direkt vor dem Führerhaus passiert, ist eigentlich gar nicht zu sehen“, so Dube. Aber auch an der rechten Seite des Fahrzeuges – also dort, wo sich innerorts Fahrradfahrer oder Fußgänger auf dem Rad- oder Gehweg befinden – ist der tote Winkel eklatant. „Es ist wichtig, die Kinder darauf aufmerksam zu machen“, sagte Round-Tabler Julian Burkhardt. Denn nur so könnten Kinder selbst darauf achten und die Gefahren durch Lkw besser einschätzen.

Video

Claus Arne Hock
Volontär, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2743

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