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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kinner lernt Plattdüütsch

16.03.2019

Hohenfelde Julian geht nach vorne, setzt sich vor die Jury und beginnt zu lesen: „Ik heet Julian un bün in veerd Klass.“ Seine Mitschüler und Plattdeutsch-Lehrerin Marlene Poeschel hören aufmerksam zu. Schließlich geht es darum, wer von ihnen am besten Platt snacken kann.

Beim Wettbewerb an der Grundschule Hohenfelde nahmen insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler, jeweils fünf aus der 3. und 4. Klasse, teil. Die dreiköpfige Jury entschied im Anschluss, welche beiden Schüler in ihrem Jahrgang am besten waren und zum Kreisentscheid nach Wildeshausen fahren dürfen. Hajo Schierhold, der plattdeutsches Theater in Westerburg spielt, Lehrerin Elke Schnieders, die mit ihren Geschwistern platt spricht sowie die ehemalige Lehrerin Elke Deters, die Platt aus ihrer Kindheit kennt, haben genau hingehört und fällten am Ende das Urteil.

Martin setzte sich bei den 3., Sönke bei den 4. Klassen durch. „Ich spreche gerne platt und habe mitgemacht, weil ich wissen wollte, wie gut ich bin“, sagte Sönke. Die Teilnahme am Wettbewerb war freiwillig. „Wir möchten den Kindern ein Stück Kultur mitgeben und singen auch plattdeutsche Lieder. Es gibt auch eine AG an unserer Schule“, berichtete Poeschel.

Sie kommt aus Ostfriesland, ist mit Plattdeutsch aufgewachsen und gibt ihre Sprache nun an die Kinder weiter. Zwei Stunden in der Woche steht Platt bei den Kindern auf dem Stundenplan. Der alljährliche Plattdeutsch-Wettbewerb an Grundschulen wird von der Oldenburgischen Landschaft veranstaltet.

Die Kinder haben jedoch nicht erst in der Schule Erfahrungen mit der plattdeutschen Sprache gemacht: „Mein Opa spricht immer platt und ich habe oft nichts verstanden. Ich möchte die Sprache lernen, um auch mit ihm platt sprechen zu können“, erklärte Julian seine Motivation, beim Wettbewerb mit zu machen. „Ich war beeindruckt von der Sprache und finde sie sehr toll“, sagte Micha. Lena ergänzte: „Meine ganze Familie spricht platt, da möchte ich mitreden können.“

Schierhold betonte, dass sich alle als Sieger fühlen können und gab den Schülern noch einen Tipp für gutes Plattdeutsch mit auf den Weg: „Achtet darauf, das „a“ an den richtigen Stellen wie ein „o“ auszusprechen, das kann beim Kreisentscheid den Unterschied ausmachen.“ Zudem sagte er ihnen, warum es nützlich ist, Plattdeutsch sprechen zu können: „Wenn ihr 16 seid, könnt ihr auch mal einen Spruch oder Witz auf Platt machen, ohne dass euch jeder versteht. Je älter ihr werdet, desto mehr Platt sprecht ihr, weil es ein Alleinstellungsmerkmal ist, welches nicht viele haben.“

Nils Coordes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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