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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Empfang mit Eltern und Expertinnen

13.06.2019

Hoykenkamp „Ganderkeseer Deern“ und „Ganderkeseer Jung“ stand auf den blauen Halstüchern, die Verwaltungsmitarbeiterin Meike Saalfeld an die Babys und ihre Eltern verteilte. Dabei erhielten deutlich mehr Jungs das Tüchlein: Von September bis Februar bekamen Familien aus der Gemeinde Ganderkesee 77 Jungen und 47 Mädchen. „Wie das zu erklären ist, wissen wir auch nicht“, sagte Meike Saalfeld beim „Neubürger“-Empfang für Babys und ihre Eltern am Mittwoch.

Egal ob Junge oder Mädchen: In der Kindertagesstätte „Schatzinsel“ in Hoykenkamp erkundeten die kleinen Neubürger ihre Umgebung, während sich ihre Mütter und Väter bei Kaffee und Kuchen über den Alltag mit Baby unterhielten. Die jungen Eltern waren nicht nur wegen des Austauschs mit anderen zum Empfang gekommen. Viele hatten auch konkrete Fragen zur Kinderbetreuung. „Bei uns ist die Frage, Kinderkrippe oder Tagesmutter“, sagte Nadine Budde. Die Mutter aus Schierbrok möchte gerne in ihren Beruf als Krankenschwester zurückkehren, wenn ihr vier Monate alter Sohn Mats ein Jahr alt ist. Vier Wochen nach der Geburt hatte sie sich erstmals nach einem Krippenplatz erkundigt. „Da wurde mir gesagt, dass ich schon spät dran bin“, meinte sie.

Auch Kati Neumann beschäftigte die Frage, wie sie einen Platz in der Krippe ihrer Wahl bekommen kann, wenn ihre Tochter Liana zwei Jahre alt ist. Sie wollte sich von den Mitarbeiterinnen der Gemeinde Ganderkesee erklären lassen, warum im Oktober geborene Kinder auf frei werdende Krippenplätze „nachrücken“. „Ich bin hergekommen, um danach zu fragen.“

Für diese und viele andere Fragen standen Ansprechpartnerinnen bereit. Dazu gehörte auch Familien-Hebamme Tanja Böshans, die das Café Kinderwagen in Bookholzberg leitet. „Junge Familien mit dem ersten Kind sind unsicher“, sagte sie. Ob es normal ist, dass das Baby außer der Flaschennahrung keine Flüssigkeit zu sich nimmt, und warum es noch nicht durchschläft, waren Fragen, die die Hebamme beantworten konnte. „Die Eltern brauchen Bestätigung, ob es normal ist.“ Tanja Böshans hatte Informationsbroschüren mitgebracht, und auch an einem Büchertisch konnten sich die Mütter und Väter informieren. Zudem schauten sie sich die Krippenräume der „Schatzinsel“ an.

Erstmals waren außerdem Tagesmütter aus der Gemeinde Ganderkesee dabei. „Viele Mütter wollen gar nicht jeden Tag arbeiten, da ist die Tagespflege eine gute Alternative“, sagte Claudia Zuchgan vom Jugendamt des Landkreises Oldenburg. Manche Kinder würden sich auch in einer kleineren Gruppe mit nur fünf Kindern wohler fühlen, sagte Tagesmutter Vanessa May aus Rethorn. Doch das Angebot der Tagesmütter sei nicht so bekannt. Ein neues Faltblatt soll das ändern.

In den Gesprächen zwischen Eltern und Expertinnen ging es aber nicht nur um die Kinderbetreuung: Bei der Gleichstellungsbeauftragten Katrin Gaida-Hespe fragten Mütter nach Möglichkeiten, sich während der Elternzeit für den Wiedereinstieg in den Beruf weiterzubilden.

Väter nutzten den Nachmittag ebenfalls, um sich auszutauschen. „Das ist ein gutes Angebot“, meinte Andreas Kirschning, der seinen acht Monate alten Sohn Emil auf dem Arm hatte und sich mit Marius Müller unterhielt. Dass sich auch die Väter um die Babys kümmern, ist inzwischen selbstverständlich: Beide Männer haben zwei Monate Elternzeit genommen.

Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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