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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Container keine Dauerlösung

26.09.2018

Hude Während die Baumaßnahmen zur Umgestaltung und Sanierung der Grundschule Hude-Süd und zur Eingliederung der katholischen Schule in das neue „Schulzentrum Süd“ an der Glatzer Straße starteten, wurde die Gemeinde von steigenden Schülerzahlen überrascht. Container mussten als Übergangslösung aufgestellt werden. „Wir müssen nachbessern, und das werden wir auch tun“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew bei der Einweihung der neuen Räume Ende Oktober des vergangenen Jahres. Die Architekten hatten auch bereits eine Erweiterungsoption auf ihrem Plan eingezeichnet.

Wie sieht es aktuell
in Hude-Süd aus
?

Jetzt ist fast ein Jahr vergangen und die Grundschule Süd kämpft weiter mit der Platznot. Derzeit werden zwei vierte Klassen und die Sprachlerngruppen in drei separaten Containern auf dem Schulgelände unterrichtet. Eine Containerklasse und der Container für die Sprachlerngruppen wurden bereits im Sommer 2016 errichtet. Die zweite Containerklasse kam zum Schuljahr 2017/18 hinzu. Der Container für den Besprechungsraum der Sozialpädagogin wurde im Januar 2018 hinzugefügt.

kommentar

Ein positives

Signal geben

Es steht außer Frage, dass aufgrund der erwarteten Schülerzahlen, die auch für die nächsten Jahre auf hohem Niveau liegen, dringend etwas getan werden muss an der Grundschule Hude-Süd. Und das kann nur ein solider Erweiterungsbau sein. Und der wird Geld kosten. Das war eigentlich schon vor mehr als einem Jahr klar.

Die von der Verwaltung formulierte Beschlussempfehlung, einen entsprechenden Vorentwurf zu erarbeiten, wäre ein positives Signal an Lehrer und Eltern gewesen, dass man ihre Sorgen ernst nimmt.

Durch ständiges Verschieben wird die Sache nicht besser. Das sorgt nur für unheimlich viel Frustration und Politikverdrossenheit bei den Betroffenen.

Das ist der derzeitige Stand, wie Fachbereichsleiterin Nicole Westermeyer in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung berichtete. Und die Schülerzahlen werden laut Prognose nicht wieder fallen. 208 Schüler sind es aktuell, 223 sogar laut Prognose im Schuljahr 2020/21, 215, 221 und 216 in den Folgejahren. Deshalb müsse aus der temporären Lösung eine dauerhafte werden, unterstützte die Fachbereichsleiterin den Antrag der Schulleiterin Birte Kempers.

Es gebe keine Ausweichräume mehr, um im laufenden Betrieb Unterricht zu gestalten. Auch die Fachräume würden neben ihrer eigentlichen Bestimmung inzwischen für alle möglichen Dinge genutzt. Es fehlten Gruppen- und Differenzierungsräume. Da die Räumlichkeiten für kooperatives und individuelles Lernen vollkommen ausgelastet seien, würden die Schüler oft auf die Flure ausweichen, hieß es.

Was sagen die Politikerzu der Situation?

„Nun haben wir das Dilemma“, meinte Karin Rohde (Grüne).„Jetzt haben wir das Desaster“, sagte auch Marlies Pape (FDP). Schon bei der Planung des Umbaus und der Eingliederung der katholischen Schule in die kommunale Schule Süd sei die Frage aufgekommen, ob die Kapazitäten ausreichten. Seinerzeit habe man unbedingt im Rahmen der Kostenkalkulation bleiben wollen. Gabriele Klostermann (SPD) forderte, im notwendigen Vorentwurf zur Erweiterung jetzt wenigstens „zukunftsorientiert“ zu planen, „damit Schüler nicht wieder auf dem Flur sitzen“. Den Vorentwurf jetzt in Angriff nehmen, um dann zu gucken, was möglich sei, forderte Jutta Schröder (SPD). „Wichtigstes Gut sind unsere Kinder“, sagte sie.

Welche Empfehlung
gibt die Verwaltung
?

Konkrete Umsetzungspläne im Zuge eines Vorentwurfs zu erarbeiten, hatte die Verwaltung als Beschlussempfehlung ausgegeben. Doch das wollte die Ausschussmehrheit, vor allen Dingen aus den Reihen der CDU und der FDP, nun doch noch nicht. „Das geht uns zu schnell“, so Friedrich Schnabel (CDU). Er verwies unter anderem auf die hohen Investitionen, die auch in anderen Bereichen anstehen. Es seien noch sehr viele Fragen offen, meinte sein Fraktionskollege Andreas Otte. Die Christdemokraten wollten nicht in einen Planungsprozess eintreten, ohne vorher alle Alternativen geprüft zu haben. Auch dass man einen vollwertigen Unterrichtsraum an den Landkreis Oldenburg abgetreten habe, müsse beachtet werden, so Schnabel. Er meinte damit die Kooperationsklasse der Förderschule, die in die Grundschule Süd erfolgreich integriert ist. Diese wollte man aufgrund des Platzmangels nicht vor die Tür setzen. Deshalb wurde mit dem Landkreis vereinbart, dass er die Miete für einen mobilen Klassenraum übernimmt.

Was sagt die
Schulleiterin
?

Rektorin Birte Kempers verwies auf die vielen Gespräche im Zuge der Eingliederung der katholischen Schule als eigenständige Schule in die kommunale Schule Süd. Eine Bedingung sei auch gewesen, dass die seit Jahren erfolgreiche Kooperation der kommunalen Grundschule mit der Förderschule Vielstedter Straße unantastbar bleibe. Die beantragte Vertagung des Themas Schul-Anbau auf die nächste Sitzung im November fand sehr zum Leidwesen der Schulleiterin eine Mehrheit. Kempers hatte zuvor sehr emotional deutlich gemacht, dass weitere Jahre im Container nicht funktionierten, wenn man eine zeitgemäße Pädagogik umsetzen wolle. „Das macht mein Team nicht mit und auch ich nicht“, sagte Kempers.

Am 19. November soll das Thema wieder in den Schulausschuss kommen.

Klaus Derke Hude / Redaktion Hude
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