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Coronakrise In Hude: Rathaus schließt die Türen für Besucher – Notbetreuung in Kitas und Schulen

17.03.2020

Hude Die Türen sind verschlossen – und werden das wohl auch noch in den kommenden Tagen, wenn nicht sogar Wochen sein: Am Montag hat die Verwaltung damit begonnen, den Publikumsverkehr im Rathaus zu unterbinden. „Das Rathaus bleibt für die Öffentlichkeit geschlossen“, teilt Bürgermeister Holger Lebedinzew mit. Absolut notwendige Termine könnten im Vorfeld telefonisch unter Telefon   04408/9213-0 vereinbart werden. „Ziel dieser Maßnahmen ist die Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit der Gemeindeverwaltung.“

Kindertagesstätten

Nachdem bereits am Freitag bekanntgegeben wurde, dass der Regelbetrieb in den Kindertagesstätten bis 17. April eingestellt wird, haben Verwaltung und Kita-Leiterinnen am Montagvormittag gemeinsam Regeln für die Notbetreuung aufgestellt. Die Notbetreuung sei dabei auf das notwendigste Maß zu begrenzen, heißt es vonseiten des Bürgermeisters. Sie werde ausschließlich für Eltern angeboten, die beide in kritischen Infrastrukturen, wie zum Beispiel medizinischen Berufen, tätig seien. Ein Nachweis der Arbeitgeber sei per Email an westermeyer@hude.de vorzulegen. Auch hat die Gemeinde einen Fragebogen vorbereitet. „Kein Kind wird ohne vorherigen Nachweis betreut“, so der Bürgermeister.

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Besuchsverbote und Absagen

Im Seniorenwohnpark am Sonnentau in Hude, wie auch im Wohnpark Bookholzberg, hat Geschäftsführer Maik Drieling in Absprache mit Heimaufsicht und Gesundheitsamt die Reißleine gezogen. Ab sofort dürfen keine Besucher mehr hinein. Das sei nötig geworden, nachdem Appelle, die Besuche auf das Notwendigste zu beschränken, am Wochenende nicht gefruchtet hätten, so Drieling. Natürlich dürften auch weiterhin die Bewohner raus und auch von Angehörigen abgeholt werden.

Die Schützenvereine Hude und Wüsting stellen ihren Übungs- und Wettkampfbetrieb vorläufig ein. Der SV Hude bietet Vereinsmitgliedern, die durch die momentane Situation in Not geraten, vereinsinterne Hilfe an.

Die Seniorennachmittage der Kirchengemeinden Hude und Holle-Wüsting an diesem Mittwoch fallen aus.

Die Geschäftsstelle des Turnvereins Hude ist bis einschließlich 17. April geschlossen (Email: info@tvhude.de).

„Da inzwischen bei allen angekommen sein wird, wie schnell und gravierend sich dieser Virus ausbreitet, appellieren wir, die Kinder zu Hause zu betreuen. Eine Ansteckung der Kinder untereinander und eine anschließende Ansteckung der Eltern sowie der Mitarbeiter der Kita geht rasend schnell“, mahnt der Bürgermeister. Lebedinzew verweist auf aktuelle Informationen auf der Internetseite (www.hude.de).

Schulen

Die Situation an den Grundschulen in der Gemeinde und an der Oberschule war am Montag relativ entspannt. Die Eltern waren in der Regel schon am Freitag informiert worden. Viele Eltern hätten sich in der kurzen Zeit selbstständig gut organisiert, sagte die Leiterin der Grundschule-Süd, Birte Kempers. Bislang seien fünf Kinder für die Notbetreuung angemeldet worden, aber nur zu bestimmten Zeiten, in denen die Eltern keine andere Möglichkeit hätten. An der Grundschule Jägerstraße sind es laut Rektorin Ilona Schütte sechs Kinder.

In der Grundschule Wüsting gab es bislang keine Anmeldungen für Notbetreuung. Den Eltern sei mitgeteilt worden, dass sie in Notsituationen auch spontan ihre Kinder anmelden könnten per Mail oder über die jeweiligen Klassenlehrer, sagte Rektorin Sabine Tretner.

Auch an der Peter-Ustinov-Schule in Hude war eine Notbetreuung bislang nicht nötig. „Wir haben auch für die kommenden Tage keine Anmeldung“, berichtete Konrektor Thomas Wachtmeister. Ein Teil der Lehrkräfte würde derzeit von Zuhause aus arbeiten, andere wiederum in der Schule – je nach Bedarf. Das ist auch an den Grundschulen der Fall. Oder es werden in kleinen Gruppen Aufgaben in der Schule erledigt. Es gebe entsprechende Arbeits- und Einsatzpläne für die Lehrkräfte, sagte Birte Kempers, Rektorin in Hude-Süd.

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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