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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Hude möchte bei VHS mehr mitreden

28.11.2019

Hude /Ganderkesee Man wolle in der weiteren Zusammenarbeit mit der regioVHS in Ganderkesee keinen Automatismus, auf den die Gemeinde Hude keinen Einfluss habe, erklärte Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew im Ausschuss für Schule und Bildung. Zurzeit ist das leider so nach einer Zweckvereinbarung aus dem Jahr 2004 zwischen Ganderkesee und Hude, wonach die Aufgaben der Erwachsenenbildung für den Bereich Hude von der Gemeinde Ganderkesee wahrgenommen werden. Ganderkesee sei somit letztlich alleinig für die inhaltliche Ausgestaltung und die Haushaltsführung zuständig. Hude sei in einer Arbeitsgruppe dabei, die sich im Wesentlichen mit dem Kursangebot und den Qualitätsstandards beschäftige.

Höheres Defizit

Die Gemeinde Hude sei nach der Vereinbarung verpflichtet, ein Drittel der ungedeckten Kosten zu übernehmen, so der Bürgermeister. Bislang hat Hude rund 80 000 Euro im Jahr übernommen. Jetzt wurde deutlich, dass die Defizitbeteiligung für das Jahr 2020 sich um circa 60 000 Euro erhöhen soll, plus eventueller Nachzahlungen.

Die bisherige Regelung sei nicht mehr zeitgemäß. Deshalb sei die vorsorgliche Kündigung des Vertrages nur logisch, sagte Lebedinzew. Er machte deutlich, dass man beabsichtige, eine andere Kon­struktion in der Zusammenarbeit zu finden und möglichst nahtlos weiterzumachen mit der regioVHS in Ganderkesee.

Es sei jetzt ein guter Zeitpunkt für entsprechende Gespräche über zu ändernde Rahmenbedingungen, so Lebedinzew. Was am Ende dabei herauskomme, sei offen: „Vielleicht geht es auch zu unseren Ungunsten aus.“ Zumindest wolle man jetzt erst einmal sicherstellen, nicht in eine Kostenfalle zu laufen.

Auf keinen Fall beerdigen

Auf keinen Fall die regioVHS Ganderkesee-Hude von Huder Seite zu beerdigen, forderte SPD-Ratsherr Bernd Stolle. Es müsse weitergehen. Michael Grashorn (Grüne) wünschte sich eine Bestandsaufnahme über den Stellenwert der VHS-Angebote in Hude und fragte: „Welche Optionen haben wir?“

Marlies Pape (FDP) sprach von einem „gewissen Geschmäckle“ bei einer solchen Kündigung und warnte davor, dass man das Bildungsangebot in Hude komplett neu aufbauen müsse, wenn es zu keiner neuen Vereinbarung mit Ganderkesee komme.

Der Ausschuss hat empfohlen, die Zweckvereinbarung mit Ganderkesee zum 31. Dezember 2020 zu kündigen. Die Verwaltung wurde zugleich beauftragt, mit der Gemeinde Ganderkesee über eine veränderte Ausgestaltung zur Fortführung der regioVHS zu verhandeln. Das aktuelle Kursangebot sei nicht betroffen, betonte Kämmerer Olaf Hespe.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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