• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kreativzentrum: Vorstoß gescheitert

14.12.2018

Hude Ein letzter Vorstoß der Grünen in Sachen Kreativzentrum ist gescheitert: Der Huder Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt lehnte am Mittwochabend einen Antrag der Grünen ab, die Pacht für das Gebäude im Klosterbezirk um ein Jahr zu verlängern, um eine weitere Nutzung der Räume zu diskutieren. Auch im Verwaltungsausschuss am Donnerstagnachmittag bekam der Antrag keine Mehrheit.

Das Gebäude, das früher als Schule genutzt wurde, wird seit mehreren Jahren durch die Gemeinde von der evangelischen Kirche gepachtet. Bislang finden im Kreativzentrum Kurse der regioVHS statt. Bürgermeister Holger Lebedinzew verkündete im Ausschuss für Schule und Bildung im November, dass der Pachtvertrag mit der evangelischen Kirche nicht verlängert wird.

Laut Pastor Reiner Backenköhler, der ebenfalls in die Sitzung einbezogen wurde, hätte die monatliche Miete des Gebäudes einen geschätzten Wert von 1100 Euro. Mit der Gemeinde wurde jedoch ein jährlicher Pachtbetrag von 1000 Euro vereinbart. Dafür solle sich die Gemeinde um die Gebäudeunterhaltung kümmern. Somit sei die Verwaltung selbst dafür verantwortlich, es in Stand zu halten, erklärte Backenköhler am Donnerstag.

Hintergrund für die zusätzliche Ausschusssitzung war ein Antrag der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Grüne zur politischen Beratung, um „über die Bedingungen einer möglichen Weiterführung Kenntnis zu bekommen“. Die Ankündigung des Bürgermeisters, die Pacht für das sanierungsbedürftige Gebäude, nicht verlängern zu wollen, überraschte beide Fraktionen. „Das hat uns total irritiert und auch verärgert“, erläuterte Peter Zwiener (SPD) am Mittwochabend. „Für mich ist das Entscheidende, dass es nie öffentlich diskutiert wurde“, erklärte auch Karin Rohde (Grüne) im NWZ-Gespräch.

„Diese Sitzung macht deutlich, dass es keine Transparenz gegeben hat“, sagte Zwiener. Er warb darum, das Gebäude in den Händen der Gemeinde zu behalten. Es interessiere eine breite Öffentlichkeit, da viele Huder dort zur Schule gegangen sind. „Dann vergeben wir etwas, was wir in der Form nicht in der Gemeinde haben“, so Zwiener. Friedrich Schnabel (CDU) war anderer Meinung: Er sagte, das Gebäude werde für die ursprüngliche Nutzung nicht mehr benötigt.

Laut Bürgermeister lassen die Bedingungen im Kreativzentrum keinen Unterricht mehr zu. Somit wurde versucht, die Kurse der regioVHS anderweitig unterzubringen (NWZ berichtete). Zudem sprach sich Lebedinzew für das Konzept von Gutsverwalterin Greta von Witzleben aus. Demnach solle das Erdgeschoss als öffentliche Begegnungsstätte dienen, das Obergeschoss solle als Beherbergungsstätte hergerichtet werden. Die Gutsverwalterin habe weiterhin an dem Gebäude sowie der nebenstehenden Küsterei Interesse, sagte sie.

Laut Backenköhler werde die Kirche in den nächsten Schritten den Zustand des Gebäudes analysieren und dann diskutieren, wie weiter verfahren wird.

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.