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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Plüschbären als Trostspender im Einsatz

01.08.2019

Hude /Landkreis „Du hast mich bekommen, weil Du etwas Besonderes bist und weil Dir etwas Besonderes passiert ist. Ich will jetzt Dein ständiger Begleiter und Freund sein und Dich beschützen“, steht auf dem angehängten Kärtchen des flauschigen Teddybären. Die Deutsche Teddy-Stiftung hat mit ihrer Idee, Teddybären für Kinder in besonderen Notsituationen bei Einsätzen der Hilfsorganisationen immer parat zu haben, ein riesiges Echo gefunden. Seit 1998 wurden schon mehr als 100 000 Teddys verteilt.

„Stofftiere sind für kleine Kinder nicht nur Spielzeug, sondern wichtige Trostspender. In Notsituationen sollen die Kinder durch die Übergabe eines Teddybären abgelenkt werden. Ein negatives Erlebnis wie zum Beispiel eine Verletzung oder die Trennung von den Eltern wird durch das Geschenk positiv überlagert und so kann eine Traumatisierung vermieden werden“, heißt es dazu auf www.deutsche-teddy-stiftung.de.

19 Ehrenamtliche

„Eine tolle Idee“, sagt die Fraktionschefin der Freien Wähler in Hude, Ursula Budde. Und deshalb unterstützen die Freien Wähler die Aktion auch schon seit einiger Zeit. Aus privaten Spenden der Mitglieder werden Teddys besorgt und an Hilfsorganisationen übergeben. Jetzt gingen ein weiteres Mal zehn der plüschigen Freunde an das Kriseninterventionsteam der Malteser im Landkreis. Das Team hatte vor zwei Jahren schon mal zehn Teddys bekommen und freute sich über den Nachschub. Zusammen mit den Teddys aus dem Bestand der Malteser fahren sie mit bei Einsätzen. Bis zu 15 Teddys würden jährlich an Kinder in Notlagen vergeben, berichtete Tim Jäger, der das ehrenamtliche Kriseninterventionsteam im Landkreis leitet. Sein Stellvertreter ist Pastor Udo Dreyer.

Ende 2017 haben sich ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter der Malteser-Dienststellen Ganderkesee, Sandkrug und Wildeshausen zu einem Kriseninterventionsteam (KIT) für den gesamten Landkreis Oldenburg zusammengeschlossen. 19 Ehrenamtliche stehen bereit. 14 von ihnen haben die spezielle Ausbildung schon abgeschlossen, fünf weitere befinden sich in der Hospitationsphase.

Das Team möchte Betroffene in den ersten Minuten und Stunden nach einem plötzlich eintretenden, besonders schwerwiegenden Ereignis begleiten. Über die Großleitstelle in Oldenburg wird das Kriseninterventionsteam gerufen. Innerhalb von zwei Minuten kann über eine interne Whatsapp-Gruppe geklärt werden, wer zum Einsatz fährt. „Meistens fahren wir zu zweit“, berichtet Pastor Udo Dreyer. „Gerade am Anfang können akute Belastungsreaktionen mit wenig Aufwand positiv beeinflusst werden“, betont Tim Jäger.

Die Einsatzorte

Zu den Einsatzgebieten gehören schwere Unfälle im Straßen- und Schienenverkehr. Hier geht es um die Betreuung von Ersthelfern, Augenzeugen, Unfallverursachern oder Angehörigen. „Oft machen sich Beteiligte Vorwürfe“, weiß Udo Dreyer zu berichten.

Zu 90 Prozent finden die Einsätze im häuslichen Umfeld statt, sagt Tim Jäger. Wenn es darum geht, Hinterbliebenen eine Todesnachricht zu überbringen, bittet die Polizei schon mal um Unterstützung. Nach Suiziden, nach erfolgloser Reanimation, bei Kindstod, Gewalterfahrungen, Bränden – In solchen akut belastenden Situationen benötigen Betroffene soziale und fachliche Unterstützung. „Wir sind ausgebildet und zugelassen für die Begleitung in den ersten Stunden, aber wir sind keine Therapeuten“, sagt Tim Schäfer. Jeder Betroffene kann selbst entscheiden, ob er diese Hilfe möchte.

Teddys sehr hilfreich

Die Betreuung von Kindern sei ein besonders sensibler Bereich. Dafür seien die Helferinnen und Helfer, die zum Einsatz kommen, noch mal besonders geschult. Die Teddys seien nicht immer Allheilmittel, aber sie seien sehr hilfreich. Das Kriseninterventionsteam der Malteser hat im vergangenen Jahr insgesamt 55 Einsätze im Landkreis Oldenburg absolviert.


Mehr Infos unter   www.deutsche-teddy-stiftung.de 
Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
Rufen Sie mich an:
04408 9988 2721
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