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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Soziales: Start in bessere Zukunft beginnt hier

14.03.2018

Hude /Lomé Aida, Kopin, Hélène, Bertille und Yendube haben Grund zu lachen. Die fünf Jugendlichen aus Lomé (Togo) können positiv in ihre Zukunft blicken – und das, trotz einer bewegten Vergangenheit. Denn Aida, Kopin, Hélène, Bertille und Yendube sind Waisenkinder. Im „Kinderhaus Frieda“ in Lomé haben die fünf Jugendlichen ein neues Zuhause gefunden. Und nun auch eine schulische oder berufliche Perspektive.

Das Waisenhaus in Togo wird seit zwölf Jahren intensiv von Menschen aus der Gemeinde Hude und umzu durch Spenden unterstützt. Jutta Hartrampf aus Hude und Hans-Ulrich Hoss aus Delmenhorst vom Arbeitskreis „Kinderhaus Frieda“ Hude-Delmenhorst im Verein für Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit (DAZ) betreuen zusammen mit ihren Kollegen das Projekt. „24 Kinder im Alter von acht bis 22 Jahren leben aktuell im Waisenhaus“, sagt die Huderin, die ebenfalls schon des Öfteren mit Mitgliedern des Arbeitskreises nach Lomé gereist war.

Das „Kinderhaus Frieda“ im afrikanischen Togo

Das Waisenhaus wurde im August 2006 im Süden Togos, in der Hauptstadt Lomé gegründet. Togo zählt zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Im Kinderhaus erhalten die Waisen eine Wohnung, Nahrung, Gemeinschaft, Bildung und ärztliche Versorgung.

Sie können hier ihre bedrückende Vergangenheit überwinden und lernen mit dem Verlust von Eltern und Geschwistern umzugehen und neue Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln.

Ein afrikanischer Verein betreut mit dem Verein Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit e.V. das Projekt. Das Kinderhaus finanziert sich ausschließlich aus Spenden.

Mitte Februar stattete Hoss zusammen mit seiner Frau Treeske Bättig-Hoss und Tochter Nora dem Kinderhaus zuletzt einen Besuch ab, um erneut Gespräche mit der Kinderhausleitung zu führen. Thema waren die beruflichen Perspektiven der Kinder, die als nächste die Schule beenden werden. Daneben hatte Familie Hoss Aida, Kopin, Hélène und Bertille, die das Kinderhaus im Herbst verlassen haben, in ihrem neuen Zuhause besucht.

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Die vier Jugendlichen würden weiter in Lomé leben, Yendube wohne im Norden in Dapaong bei einer Tante und würde dort in deren Schneiderwerkstatt arbeiten, berichtet Hoss.

„Wir haben alle vier Kinder in einer sehr guten Situation vorgefunden“, erzählt er. Aida wohne bei einer Familie, direkt gegenüber einer Schneiderei, in der sie an zwei Tagen in der Woche arbeite. Ansonsten nähe sie zu Hause auf ihrer eigenen Nähmaschine. „Die Arbeiten von ihr sind ordentlich und wir erwarten noch eine weitere Verbesserung ihres Ausbildungsstandes durch die Mitarbeit in der Schneiderei“, ist sich Hans-Ulrich Hoss sicher.

Kopin lebe bei einem Cousin am Stadtrand. Er besuche eine Technikerschule für Hoch- und Tiefbau und sei sehr zufrieden damit, erzählt Hans-Ulrich Hoss. „Durch eine Spende konnten wir ihm einen Laptop kaufen. Er war überglücklich und machte einen hochmotivierten Eindruck.“

Hélène mache eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau und besuche tagsüber die Schule. Am Abend arbeite sie in einem sehr guten Restaurant. „Sie ist extrem zufrieden und hat von allen Kindern den größten Entwicklungsschritt gemacht“, freut sich Hoss.

Bertille ist indes bei einem Onkel untergekommen und absolviert eine zweijährige Telekommunikationsausbildung. Auch sie sei mit der Ausbildung sehr zufrieden und könne ebenfalls einen Rechner gut gebrauchen. „Wir werden ihr da sicher auch helfen können“, sagt der Delmenhorster.

Von der Arbeit des Vereinsvorstandes war Familie Hoss wieder sehr angetan. „Er leistet wirklich Besonderes“, sagt Hans-Ulrich Hoss. Der togoische Staat hätte im vergangenen Herbst unangemeldet das Kinderhaus überprüft, weil es in anderen Waisenhäusern zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei.

„Es wurden auch einzelne Häuser geschlossen. Die Bewertung für das ,Kinderhaus Frieda’ war gut und es gab ganz aktuell die Anfrage des Staates, ob wir noch Kinder aus den geschlossenen Häusern aufnehmen können,“ berichtet er.

Daneben nutzte die Familie Hoss die Zeit aber auch für Besuche im Kinderhaus, zum Spielen mit den Kleinen und zum Gedankenaustausch mit den größeren Kindern. „Insgesamt war es wieder einmal überwältigend zu erleben, welche Freude einem die Kinder entgegenbringen und zu erleben, wie groß und erwachsen die Älteren von ihnen geworden sind“, zeigte sich Hans-Ulrich Hoss von der Herzlichkeit der Kinder berührt.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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