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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Wo die Libellen schwirren, ist die Welt in Ordnung

09.11.2017

Hude Manche Libellen-Männchen nehmen es sehr genau: Sie fliegen im Tandem mit dem Weibchen. Sie halten es fest, bis die Eier nach der Befruchtung auch abgelegt sind. So stellt das Männchen sicher, dass auch wirklich die Eier mit seinen Spermien und nicht mit jenen seines Konkurrenten abgelegt werden.

Das ist nur eine von vielen spannenden Geschichten über die Libellen.

Biologin Sandra Bischoff vom Nabu Oldenburg beschäftigt sich seit fast zehn Jahren mit Libellen und anderen Insekten. Am Dienstag, 14. November, will sie mit ihrem Vortrag „Libellen vor der Haustür“ im Huder Rathaus den Zuhörern diese besonderen Insekten näher bringen.

Das Insektensterben ist derzeit in aller Munde. Auch die Libellen sind stark gefährdet. Von den 81 Arten stehen laut Bischoff bereits 42 auf der Roten Liste. In unserer Region sind 76 Arten aus neun Familien anzutreffen. Die einen fallen auf, weil sie sehr groß sind, andere sieht man kaum.

Nur wenige wissen, dass Libellen als erwachsene Tiere nur wenige Wochen leben. „Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie als Larven im Wasser“, so Sandra Bischoff.

Und hier beginnt auch schon das Problem. Wenn Gewässer verschmutzen oder gar austrocknen oder auch zu intensiv gepflegt werden. Dann sind die Lebensräume beeinträchtigt. Sandra Bischoff will in ihrem Vortrag aufzeigen, was Privatleute zum Beispiel am Gartenteich tun können, damit die Libellenlarven überleben. Aber auch bei der Gewässerpflege im Großen müsse ein Umdenken stattfinden, indem man zum Beispiel in einem Jahr den einen und erst im Jahr darauf den anderen Uferrandstreifen mähe.

„Fangen darf man Libellen nicht“, sagt die Biologin. Aber beobachten und fotografieren. Wie das gelingt, will sie in ihrem Vortrag ebenfalls erklären. Für Sandra Bischoff ist es wichtig, dass die Menschen die Insekten kennen, die sie in ihrem Garten antreffen. Anhand von zahlreichen Fotos und auch Präparaten zeigt die Biologin die Arten, die bei uns am häufigsten durch die Gärten fliegen. Dazu gehören die Blaugrüne Mosaikjungfer, die Plattbauch-Libelle oder auch die verschiedenen Azur-Jungfern.

Eine der imposantesten und größten Libellen ist die Königs-Libelle mit Flügelspannweiten von bis zu elf Zentimetern. Sie braucht als Lebensraum größere Gewässer.

„Libellen sind übrigens große Flugkünstler“, sagt Sandra Bischoff. Sie seien bis zu 50 km/h schnell. Und gut sehen können die schnell-fliegenden Insekten um vieles besser als die Menschen.

Der Vortrag findet am Dienstag, 14. November, ab 19.30 Uhr im Huder Rathaus an der Parkstraße statt. Der Eintritt kostet drei Euro.

Veranstalter ist die Regio-VHS in Zusammenarbeit mit den Nabu-Ortsgruppen Hude und Ganderkesee und der Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs.

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