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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Mein Freund, der Wald

08.05.2019

Hude Wie groß ist eine Scheibe Birkenholz, die 500 Gramm wiegt? Welchen ph-Wert hat der Waldboden? An welchen Stellen ist der Wert besonders hoch? Warum unterscheidet sich das Winterfell eines Rehs nicht nur farblich vom Sommerfell, sondern auch in seiner Beschaffenheit? Wie bestimme ich die Himmelsrichtung ohne Kompass? Dies sind nur einige von vielen Fragen, mit denen sich 89 Schüler der Peter-Ustinov-Schule am Dienstag beschäftigten.

Zum vierten Mal verlegten alle achten Klassen der Huder Oberschule ihre Klassenzimmer für einen Vormittag in den Wald. Initiiert hat den Waldtag im Reiherholz seinerzeit Daniel Diemer, Lehrer für Naturwissenschaften an der Schule, weil er jungen Menschen einen Anstoß geben möchte, wieder mehr Zeit in der Natur zu verbringen. „Es ist doch verblüffend“, sagt Diemer, „das sind hier alles Landkinder, und dennoch sind die in ihrer Freizeit wenig draußen vor der Tür.“ Mit dem Waldtag geht es ihm zum einen darum, den Schülerinnen und Schülern klarzumachen, wie wichtig das Ökosystem Wald ist. Zum andern erhofft er sich, dass sich das Lernen unter Baumwipfeln nachhaltig bei den Achtklässlern einprägt und sie Dinge besser miteinander verknüpfen. Der Lerneffekt sei höher, das Gelernte dringe besser ins Bewusstsein und viele würden sich noch nach Jahren daran erinnern.

Die Schülerinnen und Schüler bestätigen diesen Eindruck: „Wir lernen den Wald ein bisschen besser kennen. Das finde ich gut“, sagt etwa der 13-jährige Jonah. Mitschülerin Tessa ergänzt: „Ich denke, dass wir das auch gut im Unterricht anwenden können.“ Gerade eben haben sie herausgefunden, wie sie mit einem Maßband und einem Stock von der Länge ihres Armes die Höhe eines Baumes bestimmen können – ohne auf den Baum zu klettern.

In kleinen Gruppen absolvieren die Achtklässler einen Parcours von 16 Stationen mit Aufgaben zu unterschiedlichen Bereichen aus Biologie, Mathematik, Chemie, Physik und Technik. Unterstützung bieten dabei Mitarbeiterinnen des Waldpädagogischen Zentrums Weser-Ems, mit dem die Peter-Ustinov-Schule im vergangenen Jahr eine Kooperation eingegangen ist.

Warum der Waldtag wichtig ist, kann Försterin und Waldpädagogin Wibeke Schmidt leicht beantworten: „Die Schüler kommen raus, gewinnen andere Eindrücke und durch Selbstmachen und Beobachten eignen sie sich Wissen an.“ Zum Beispiel lernen die Schülerinnen und Schüler an ihrem Tag im Wald, wie oft sich die Technik scheinbar einfallsreiche Kniffe einfach von der Natur abgeguckt hat: Den schmutzabweisenden Lotuseffekt mancher Pflanzen, der sich etwa in der Autoindustrie wiederfindet; das nahezu geräuschlose Gleitflugzeug, das an der Federstruktur von Nachtjägern wie dem Uhu orientiert ist; das Winterfell des Rehs, das viel Platz für dämmende Luft zwischen den einzelnen Härchen hat – wie etwa bei doppelt verglasten Fenstern oder Thermoskannen.

„Im Unterricht ist das eher theoretisch, hier eher praktisch. Wir lernen hier viel über die Natur, was wir nicht wussten. Das macht schon Spaß“, fasst Vanessa (14) den Waldtag treffend zusammen.

Nathalie Meng Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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