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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Mit Musik und mahnenden Worten

05.02.2019

Hude Mit der „Ode an die Freude“ eröffneten die Instrumentalgruppen und ein Chor der Peter-Ustinov-Schule in Hude am Montagvormittag musikalisch eine besondere Veranstaltung. „Alle Menschen werden Brüder. . .“ passte gut zu dem ernsten Thema. Eröffnet wurde die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ des Landesbüros Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bis zum 15. Februar ist sie im Foyer der Oberschule zu sehen.

Als „Guides“ führen 15 Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung. Sie haben sich freiwillig bereiterklärt, eine vierstündige Schulung zu machen. Darüber freute sich Lehrerin Julia Müller in der Begrüßung besonders. Sowohl Schulklassen als auch die Bevölkerung sind eingeladen, sich die umfassende Darstellung anzusehen, die mit der Fragestellung „Warum eigentlich Demokratie?“ und vielen Antworten dazu beginnt.

Die Ausstellung

„Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ ist bis zum 15. Februar in der Peter-Ustinov-Schule am Vielstedter Kirchweg 15 zu sehen. Führungen und Termine sind auf Anfrage in der Schule (Telefon  04408/80 99 00) möglich.

„Rechtsextremismus hat viele Facetten. Vom akzeptierten Vorurteil bis zur Gewalttat“, zitierte Oberschuldirektor Nico Rettcher aus der Infobroschüre zur Ausstellung. „Was passiert, wenn Populismus gesellschaftlich Einzug hält, wissen wir nur zu gut“, erklärte Rettcher. Die Oberschule habe sich vor Jahren ganz bewusst Peter Ustinov als Namensgeber ausgesucht. „Einmal, weil wir uns als Europa-Schule international ausrichten möchten und uns in der Haltung und der Biografie von Peter Ustinov wiederfinden können. Zum anderen aber, weil wir ein zentrales Thema Ustinovs, das Entstehen und den Umgang mit Vorurteilen, für die Ausrichtung einer Schule elementar wichtig finden.“

„Wir als Schule möchten unsere Schülerinnen und Schüler zu kritisch denkenden jungen Menschen erziehen, die in der Lage sein sollen, bewusst gesetzte Vorurteile zu erkennen und ihre Gedanken nicht von Vorurteilen leiten zu lassen“, sagte Nico Rettcher. Es sei Aufgabe der Schule, „Kindern und Jugendlichen ein Immunsystem gegen rechte Demagogen zu geben, damit bei unseren Schülerinnen und Schülern kein Nährboden für Rechtsextremismus entstehen kann.“

Die Ausstellung zeigt in vielen Facetten die Gefahren auf, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenwürde ausgehen. „Demokratie ist eine Aufgabe und keine Selbstverständlichkeit“, betonte Ela Otto vom Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Stiftung möchte mit ihren Aktivitäten zu einer gerechten, friedlichen und demokratischen Gesellschaft beitragen.

Dass es in Deutschland Demokratie und Frieden gebe, liege auch daran, dass im Verlauf der Geschichte viele Menschen Haltung bewiesen hätte, meinte SPD-Landtagsabgeordneter Axel Brammer, der ebenfalls an der Eröffnung der Ausstellung teilnahm. „Lasst uns gemeinsam arbeiten gegen Populismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit“, forderte Brammer, der sich als überzeugter Pazifist bezeichnete. Mit Blick auf die anstehenden Europawahlen am 26. Mai wünschte er sich eine größere Wahlbeteiligung. Und er sagte angesichts der zunehmenden nationalistischen Tendenzen: „Hauptsache, es werden diejenigen gewählt, die den Prozess Europa fortführen wollen.“

Jan Krieger von der mobilen Beratungsstelle Niedersachsen gegen Rechtsextremismus berichtete über die extrem rechten Gruppen und Organisationsformen. Rechtsextreme nutzen laut Friedrich-Ebert-Stiftung sehr raffinierte Strategien, um rechtsextreme Ansichten und Propaganda in die Mitte der Gesellschaft hineinzutragen. Was ist die Taktik rechtsextremer Parteien? Wie nutzen Rechtsextreme Musik und Internet für ihre Interessen? – Auch das wird beleuchtet auf der 16 Tafeln umfassenden Ausstellung.


     www.fes.de/niedersachsen 
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