• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Schüler zeigen tolles Engagement

26.01.2019

Hude „Gewalt kann nie zu einer Problemlösung beitragen. Kein Krieg ist gerechtfertigt“, sagte am Freitagvormittag Landrat Carsten Harings. Der Landrat, der auch Kreis-Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist, war in die Huder Peter-Ustinov-Schule gekommen, um bei einer kleinen Feierstunde 104 Schülerinnen und Schülern aus allen Jahrgangsstufen persönlich für ihr tolles Engagement bei der jährlichen Haussammlung für die Kriegsgräberfürsorge zu danken. Die fleißigen Sammler hatten in ihrer Freizeit im November stolze 3639,58 Euro zusammengetragen. Neuer Rekord, wie Lehrerin Julia Müller betonte, die die Aktion der Schüler zusammen mit Dieter Holsten, dem Ortsvorsitzenden des Volksbundes, betreute.

Als Dank und Anerkennung für den „Friedensdienst“ erhielt jede Sammlerin und jeder Sammler eine vom Landrat unterzeichnete Urkunde. Der Landrat erinnerte an die beiden Weltkriege, bei denen Deutschland eine ganz traurige Rolle gespielt habe und an das unvorstellbare Leid, das Kriege nach sich ziehen. Das dürfe nicht in Vergessenheit geraten.

Die Erinnerung dürfe nicht verloren gehen, sagte auch Bürgermeister Holger Lebedinzew. Die Kriegsgräber seien Mahnmale. Lebedinzew dankte den jungen Leuten für ihren ehrenamtlichen, vorbildlichen Einsatz bei der Sammlung, die dem Erhalten und Bewahren der Kriegsgräber zugutekommt.

Oberschuldirektor Nico Rettcher betonte, wie wichtig es sei, gerade auch bei der Jugend das Bewusstsein zu fördern, dass der Weg der Versöhnung und des Friedens nie abgeschlossen sei. Dazu trage auch das Engagement der Schülerinnen und Schüler bei. Sie hätten sich im Vorfeld und auch während der Sammlung sehr intensiv mit dem Thema Krieg und Frieden befasst. Und für die Schülerinnen und Schüler sei es eben auch nicht „uncool“ gewesen, mit der Sammelbüchse von Haus zu Haus zu gehen. Es habe sehr positive Rückmeldungen von Bürgern gegeben, so Rettcher. Er sehe das auch als Ergebnis der Atmosphäre der Wertschätzung, auf die man an der Oberschule besonders achte.

„Ich bin stolz auf Euch“, sagte Lehrerin Julia Müller zu den 104 Spendensammlern. Übrigens ein Zahl, die zumindest in ganz Weser-Ems keine andere Schule aufweisen kann, wie Marco Wingert, Bildungsbeauftragter des Volksbundes betonte.

Wingert erläuterte auch, wofür der Volksbund die Spendengelder einsetzt. Allein im vergangenen Jahr habe der Volksbund mehr als 26.000 Tote, unter anderem in Russland, der Ukraine oder Rumänien gefunden, zum größten Teil identifiziert, sie würdig bestatten und den Angehörigen Gewissheit geben können. Und noch immer sei das Schicksal von rund einer Million Vermisster, hauptsächlich aus dem Zweiten Weltkrieg, ungeklärt.

Zudem betreibt der Volksbund Bildungs- und Friedensarbeit, führt junge Menschen an den Gräbern zusammen. Oft sind es riesige Gräberfelder, die die Lebenden an die Vergangenheit erinnern und sie konfrontieren mit den schrecklichen Folgen von Krieg und Gewalt. Immer mit der Botschaft: Nie wieder Krieg!

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
Rufen Sie mich an:
04408 9988 2721
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.