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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Demenzkranke besser verstehen können

30.10.2017

Hude Es ist nicht nur das Vergessen von Namen, Gesichtern oder Personen. Oder Schusseligkeit. Oder der Geldbeutel im Gefrierfach. Erkranken Menschen an Demenz, können sie auch bald die einfachsten Sachen nicht mehr koordinieren. Zähne putzen oder Tisch decken zum Beispiel, weiß Imke Högermann von der AOK. Gemeinsam mit Elisabeth Loch von der Sozialstation der Diakonie in Hude veranstaltet sie ab Montag, 6. November, einen Kursus zur Pflege von demenziell erkrankten Menschen.

Anmeldung möglich

Der Kursus findet ab Montag, 6. November, an insgesamt vier Terminen montags bis zum 27. November statt – immer von 16 bis 18 Uhr in den Räumen der Sozialstation, Parkstraße 52 in Hude. Anmeldungen unter Telefon 04221-10 14 83 77.

Zum einen wird es darum gehen, den Teilnehmern Informationen zur Krankheit zu vermitteln. Was ist Demenz überhaupt und wie äußert sich das? Wichtig sei auch, sagt Imke Högermann, dass pflegende Personen über die Leistungen der Pflegeversicherung Bescheid wissen. Zum Jahreswechsel gab es eine Pflegereform, die für viele Pflegende noch neu ist.

Für alle Teilnehmer ist der Kursus kostenlos, betont Imke Högermann. Er soll jeden ansprechen, der mit Demenzkranken zu tun hat. „In erster Linie sind es natürlich Angehörige“, erklärt sie. Oft seien es Partner oder die Kinder, die die Patienten zu Hause pflegen. Ein weiterer Ansatz der Pflegekurse ist, sich noch in besseren Zeiten Hilfe zu holen, so Högermann. „Die Krankheit verändert sich nie zum Positiven.“

Teilnehmer sollen zudem lernen, auf Symptome und Verhalten der Demenzkranken professionell einzugehen. „Eine Dame hat ständig Hunde in ihrem Zimmer gesehen“, erinnert sich Högermann. Eines Tages nahm der Sohn einen Karton und sagte: „Hier packe ich die Hunde jetzt rein.“ Für einen Moment sei dann alles gut gewesen. In Experimenten können die Teilnehmer auch lernen, wie es ist wenn man etwas will, aber es nicht mehr koordinieren kann.

„Seit es den Film „Honig im Kopf“ gibt, ist das Thema mehr im Gespräch“, meint Högermann. Der Film erzählt die Geschichte eines dementen Großvaters, der sich mit seiner Enkelin auf eine weite Reise begibt.

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