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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Schulbau im Kosovo fast fertig

16.03.2019

Hude Mit erfolgreicher „Hilfe zur Selbsthilfe“ beschreibt der Vorsitzende des gemeinnützigen Huder Vereins Kinderaugen, Franz-Herbert Bunjor, ein ehrgeiziges Projekt in der Stadt Gllamnik im Kosovo, das mit Hilfe von Spenden aus dem Raum Hude und Bremen und des persönlichen Einsatzes vieler Menschen in Deutschland und in Gllamnik kurz vor der Fertigstellung steht. Wie unsere Zeitung berichtete, wird bei der dortigen allgemeinbildenden Schule ein extra Schulhaus für Kinder mit Handicap aus der gesamten Region gebaut. Für Kinder, die sonst keine Chance hätten, an schulischer Bildung teilzuhaben.

Eine tolles Projekt, finden auch Eva Maria Siebold-Borstelmann und Ronald Borstelmann, die an der Huder Parkstraße als selbstständige Makler und Finanzberater tätig sind. Sie haben bei einem Vertriebswettbewerb der ING-Bank den ersten Platz belegt. 2000 Euro Prämie gab es dafür – weiterzureichen an einen Verein oder eine gemeinnützige Organisation.

Borstelmanns entschieden sich für Kinderaugen e. V., weil sie es gut finden, dass das Projekt persönlich vor Ort von Mitgliedern des Vereins, die immer wieder auf eigene Kosten in den Kosovo reisen, betreut wird. Mit relativ kleinem Geld werde hier viel bewegt, so Borstelmanns, die den Scheck gemeinsam mit Dominik Bartsch, Key-Accountmanager der ING-Bank in Weser-Ems, überreichten.

„Diese Schule ist die einzige Schule in der Region, die Kinder mit Behinderungen überhaupt aufnimmt“, so Franz-Herbert Bunjor.

Afrim Zugoli aus Hude, 2. Vorsitzender des Vereins Kinderaugen, kommt aus der Region Gllamnik. Es sei eine der ärmsten Regionen des Landes, sagt er.

Zugoli hätte es nie für möglich gehalten, dass das Projekt, das Kindern mit Behinderungen und ihren Familien in seiner alten Heimat eine Perspektive gibt, überhaupt möglich werden konnte. Mittlerweile aber steht der fast fertige Neubau. Für insgesamt nur rund 25 000 Euro Geld- und Materialspenden konnte der rund 150 Quadratmeter große Bau errichtet werden. Das sei nur möglich gewesen, weil so viele Menschen aus der ganzen Region um Gllamnik mit angepackt hätten, so Zugoli. So fielen bis auf wenige Ausnahmen so gut wie keine Lohnkosten an. Ein großer Dank gehe an die vielen Spender, insbesondere auch an den Bremer Unternehmer Bejtush Fazliu, der ebenfalls aus der Region kommt. Fazliu spendet nicht nur einen großen Teil des Geldes (15 000 Euro), sondern kümmert sich auch vor Ort persönlich um die Baustelle, wie auch Afrim Zugoli.

Jetzt geht es in den Endspurt. Franz-Herbert Bunjor hat gerade die Zusage der Firma Gerflor (DLW) aus Delmenhorst bekommen, die 160 Quadratmeter Linoleum-Bodenbelag für die Schule in Gllamnik bereitstellt. Auch Materialspenden von anderen Firmen hat es einige gegeben. Sie wurden bislang auch schon mal vom Busunternehmen Barileva Turist aus dem Kosovo kostenlos als Beiladung mitgenommen. „Auch dafür sind wir sehr dankbar“, so Zugoli.

Ende März wird eine Delegation des Vereins Kinderaugen auf eigene Kosten in den Kosovo reisen, sich über die Baufortschritte informieren und abklären, was noch an Material benötigt wird. Gut zweieinhalb Stunden sind es mit dem Flugzeug von Bremen bis Skopje (Mazedonien) Von dort sind es noch einmal rund 100 Straßenkilometer bis nach Gllamnik im Kosovo.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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