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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Verkehrserziehung: So macht der Unterricht besonders Spaß

07.09.2017

Hude Die Schüler der vierten Klassen stehen bereits aufgeregt auf dem Schulhof der Grundschule Jägerstraße. Gleich dürfen sie Auto fahren. Doch davor müssen sie sich noch eine Einweisung mit den wichtigsten Verkehrsregeln anhören. Sie wissen: Wer hier nicht aufpasst, für den kann die Fahrt im „Minicar“ ganz schnell vorbei sein und sind dementsprechend aufmerksam.

Hannah und Marlene steigen gemeinsam in den kleinen Jeep für die Kinder, insgesamt sind immer sechs Autos auf dem Schulhof unterwegs. „Das ist immer wieder sehr spektakulär, auch wenn wir es schon vom letzten Jahr kennen“, sagt Marlene. „Ich hatte immer ein bisschen Angst, weil Marlene schnell gefahren ist, aber das Ganze hat mir sehr viel Spaß gemacht“, ergänzt ihre Freundin Hannah.

Regeln praktisch umsetzen

Bei all dem Spaß lernen die Kinder zudem, die im Unterricht gelernten Verkehrsregeln praktisch umzusetzen: „Die Schüler merken sehr schnell, wie wichtig es ist, gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Das Fahren mit den kleinen Autos ist natürlich ein besonderer Anreiz und ein Erlebnis für sie“, sagt Daniela Behrens, Klassenlehrerin der 4b.

Einmal im Jahr ist Stefan Oelsner aus Bremen mit seinem „Junior-Motor-Park“ an der Grundschule Jägerstraße zu Gast. Dann dürfen die Kinder von der 2. bis zur 4. Klasse auf dem Schulhof ihre Runden drehen. „Vorteil ist hier, dass sie die Verkehrsschilder aus der Sicht eines Autofahrers sehen und auch lernen, den Bremsweg ihres Autos abzuschätzen“, erklärt Oelsner. Zudem seien die Kinder angeschnallt und zusätzlich mit Helm unterwegs. Beides kennen sie bereits vom Auto- bzw. Fahrradfahren.

Hilfe bei Fehlern

Während die Kinder fahren, beobachtet Oelsner und greift bei Fehlern ein. Bei nächster Gelegenheit stoppt er das Auto und erklärt dem Schüler, was er falsch gemacht hat. Der kleine Schlendrian, der auch bei manch erfahrenem Autofahrer zu beobachten ist, bleibt auch bei den Schülern nicht aus. Sobald keiner kommt, wird es mit den drei Sekunden, die man am Stop-Schild halten muss, nicht mehr so genau genommen. Auch so etwas bleibt nicht unbemerkt und als Oelsner den Fahrer bei der nächsten Gelegenheit stoppt, weiß er schon, was er falsch gemacht hat. Den Forderungen der umstehenden Mitschüler, bei Rot über die Ampel zu fahren, kam zum Glück keiner nach.

Das Gefühl, für einen Tag als Autofahrer unterwegs zu sein, hat auch Kilian sehr genossen: „Ich habe mich richtig frei gefühlt, als ich den Fahrtwind gespürt habe. Man muss aber schon sehr aufmerksam sein und langsam durch die Kurven fahren. Ungewohnt war für mich auch, mit einem Pedal zu bremsen.“

Am Nachmittag hatten dann alle Kinder über sechs Jahre die Gelegenheit, gegen ein geringes Entgelt ihre Runden auf dem Schulhof zu drehen. Dieses Angebot wurde ebenfalls von vielen Kindern wahrgenommen.


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Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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