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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Verkehrssicherheit: Diese Kindern wissen nun, wie’s geht

01.02.2018

Hude Die Fußgänger-Ampel leuchtet grün. „Stopp, stopp! Nicht so schnell. Was müssen wir machen, bevor wir losgehen?“, fragt Anja Bogus. Viele kleine Finger schnellen in die Höhe. „Erst nach links, dann nach rechts und dann wieder nach links schauen“, antwortet eine Erstklässlerin. „Und wohin schaue ich? Auf die Lichter?“, fragt Bogus. „Ich gucke dem Fahrer ins Gesicht“, sagt die Erstklässlerin. 12 kleine Köpfe blicken nach links, nach rechts und wieder nach links. Strecken ihre Hand kurz nach vorne – ein Signal, dass sie jetzt loslaufen – und überqueren die provisorische Straße in der Turnhalle der Grundschule Jägerstraße.

Straße in der Turnhalle

Denn an diesem Morgen hat sich der Raum in einen Straßenparcours verwandelt. Der Grund: Das Programm „Aufgepasst mit Adacus“ vom ADAC mit Moderatorin Anja Bogus vom Verband Weser-Ems ist heute zu Gast. Das Verkehrssicherheitsprogramm für die 1. Klassen der Grundschule Jägerstraße ist seit einigen Jahren Standard, verrät Patricia Kollmann, die Klassenlehrerin der 1a. Teil dessen seien auch die Warnwesten, die die Erstklässler bereits im September, zu Anfang ihres Schuljahres, vom ADAC erhalten haben.

Bevor es jedoch „auf die Straße“ geht, lauschen die 22 Kinder dem kleinen Raben Adacus, der als Bogus’ Handpuppe zu Beginn der Unterrichtsstunde eine Geschichte von Paul vorliest. Der Junge hat es vor seinem Fußballtraining schrecklich eilig und macht im Straßenverkehr den einen oder anderen Fehler: Er überquert die Straße ohne zu gucken und trotz Ampel, springt spät aus Bus und läuft wegen einer Baustelle auf dem Gehweg auf der Autofahrbahn.

„Paul muss gucken, ob ein Auto kommt und über die Ampel gehen“, moniert ein Erstklässler das Verhalten. „Mein Bruder ist auch schon einmal auf der Straße gelaufen und angefahren worden“, erinnert sich ein Mitschüler.

Viel Wissen

„Paul darf nicht vor dem Bus über die Straße laufen. Er muss warten, bis der Bus weg ist“, erklärt eine Grundschülerin mit erhobenem Zeigefinger. „Dafür, dass es so viele Schüler waren, hat es richtig gut funktioniert. Die Kinder wussten wirklich viel“, lobt Anja Bogus die Schüler nach der Stunde.

Im Anschluss an die Geschichte folgte der praktische Teil. Jedes Kind ist einmal Fahrzeug und einmal Fußgänger. Die Polizeiautos, Feuerwehrfahrzeuge, Motorräder und Autos müssen bei ihrem Kurs darauf achten, dass sie nicht zu schnell fahren und das Rot der Ampel beachten. Denn die Fußgänger wollen die Straße überqueren und drücken dafür die Knöpfe der Ampel. „Was bedeutet es, wenn die Ampel gelb wird?“, fragt Bogus. „Das heißt, dass die Ampel gleich rot oder grün wird. Dann müssen die Autofahrer vorsichtig fahren“, erklärt ein Erstklässler.

Und so üben die Schüler vor dem Überqueren der Straße die Blicke zu den Autofahrern, das Ausstrecken der Hand und den zügigen Gang über die Straße.

Einmal springt die Ampel ganz schnell wieder auf Rot. „Und was macht ihr dann?“, fragt die ADAC-Mitarbeiterin. Ratlose Stille und nervöse Blicke. Stehen bleiben? Nein, so Bogus. Zurück laufen? Geht auch nicht, sagt Bogus. „Den Autofahrer anschauen und Stop zeigen?“, fragt ein Schüler zögerlich. Genau so wird es gemacht, lobt die ADAC-Moderatorin. Im Übrigen werde die Ampel für die Autofahrer nicht sofort grün, wenn es für Fußgänger rot wird, erklärt Bogus.

Und dann dürfen die Kinder, die ein Schild von Feuerwehr, Polizei oder Rettungswagen tragen, sogar über die rote Ampel hinwegbrausen. Das ist diesen Fahrzeuge mit blauer Sirene und Martinshorn in Notfällen erlaubt, weil sie so Leben retten können, erklärt die Mitarbeiterin des ADAC. Die Fußgänger-Kinder sind trotz der für sie grünen Ampel stehen geblieben, und bleiben auch stehen, als die Fahrzeuge weg sind – denn die Ampel zeigt wieder rot.

Urkunde erhalten

Am Ende einer lehrreichen Unterrichtsstunde bekommen alle 22 teilnehmenden Kinder noch eine Urkunde. Sie machen Platz für die 1b, die im Anschluss die Bekanntschaft von Adacus und dem Verkehrsparcours in der Turnhallen macht. Dank der gelben Warnwesten und der besonderen Verkehrserziehung sind diese Kinder fit für den Straßenverkehr.


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Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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