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Vortrag: Wie kann man Kindern beim Lernen helfen?

16.04.2018

Hude Wie kann man am besten das Lernen lernen? Wie können Kinder dabei unterstützt werden? Das und mehr wurde bei einem Elternabend mit Andreas Hensing, Diplompädagoge, Lerncoach und Referent für den Verein „LVB lernen“, in der Grundschule Hude-Süd besprochen. „Die Grundschule Hude-Süd hat sich Chancengleichheit unabhängig der sozialen Herkunft auf die Fahnen geschrieben. Darum haben wir uns im Dezember 2017 um einen Vortrag für unsere Elternschaft beworben“, so Birte Kempers, Rektorin der Grundschule.

Hensing referierte vor den Eltern darüber, wie Lernen funktioniert und wie Eltern ihren Kindern aktiv dabei helfen können. Die zuhörenden Gäste konnten am eigenen Leibe erleben, dass die Aufnahmekapazitäten des Gehirns begrenzt sind, ein Strukturieren des Lernstoffes aber dazu führt, dass man sich weitaus mehr merken kann.

Die Gäste erhielten alle einen Zettel mit zwanzig Wörtern. Dabei wurden die Eltern unbemerkt in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe erhielt einen Zettel, auf dem die zwanzig Wörter vier Oberbegriffen zugeordnet waren. Für die andere Gruppe standen die Wörter durcheinander auf dem Zettel. Aus der Gruppe mit den sortierten Zetteln schafften es Zuhörer, sich die zwanzig Wörter in richtiger Reihenfolge binnen zwei Minuten zu merken. Das war der Vergleichsgruppe mit den unsortierten Wörtern nicht möglich, hier lag die Höchstzahl der gemerkten Wörter bei sieben.

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Hensing war es weiter wichtig, deutlich zu machen, dass Gelerntes erst durch Wiederholungen im Langzeitgedächtnis und damit dauerhaft abrufbar abgespeichert wird. „Gelerntes muss wiederholt werden, damit das Gehirn die Bedeutung erkennt und Gelerntes nicht wieder vergisst“, sagte der Lerncoach. Mediennutzung mit schnellen Bildabfolgen wie Fernsehen, Computerspiele etc. binnen zwanzig Minuten nach dem Beenden der Lernzeit mache alle Mühe zunichte, weil Gelerntes überlagert und als unwichtig vom Gehirn aussortiert werde. Viel besser wäre eine Pause mit Bewegung, eine Unterhaltung oder etwas zu trinken.

An dieser Stelle hinterfragte der Lerncoach kritisch den Nutzen von Lernvideos auf Youtube, da hier mitten im Lernvideo eine Ablenkung durch Werbung erfolge und zum Abschweifen verführe. Hier müssten Eltern eigentlich daneben sitzen und eine Vorauswahl treffen, sagte er.

Zum Wiederholen des Gelernten empfahl Hensing neben den klassischen Verfahren – wie dem Karteikartensystem – Lernplattformen, die auf das Alter der Kinder auch zugeschnitten und ohne Werbung sind.

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