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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Weltkindertag: Mit Krach für mehr Aufmerksamkeit

21.09.2017

Hude Ben wünscht sich ein Krankenhaus in Hude, ein Kindergartenkind wünscht sich, dass sich die Kinder nicht streiten und ein anderer Knirps hofft, dass sich die Kinder nicht mehr hauen. Was wünschen sich die Kinder aus Hude? Was soll für sie in der Gemeinde besser laufen?

Auf die Belange der Kinder sollte der Weltkindertag von Unicef und dem deutschen Kinderhilfswerk am Mittwoch aufmerksam machen. Mit selbst gebastelten Schildern und Flaggen unterschiedlicher Länder, Transparenten und viel Krach hatten sich am Mittwochmorgen viele Kinder mit ihren Erziehern und Lehrern auf dem Schützenplatz in Hude getroffen. Mit dabei waren der Kindergarten St. Marien, der Waldorf-Kindergarten, der Kindergarten Regenbogeninsel, die Heckenstrolche aus Altmoorhausen, die Kindertagesstätte Villa Kunterbunt, der Kindergarten Gänseblümchen sowie Schüler der Förderschule Vielstedter Straße, der Grundschule Jägerstraße und der Grundschule Hude-Süd. „Wir wollten zeigen, dass alle Kinder und Einrichtungen dazu gehören“, freute sich Petra Ahrens vom Kindergarten St. Marien über die rege Beteiligung.

Aktionstag fordert mehr Mitbestimmung von Kindern

Der Weltkindertag des UN-Kinderhilfswerks Unicef und des Deutschen Kinderhilfswerks stand am 20. September in Deutschland unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben“. Gefordert werden mehr Möglichkeiten für Kinder, ihre Ideen und Vorstellungen in Schulen, Kitas, aber auch Kommunen und Gemeinden einbringen zu können.

Minderjährige Kinder leben in Deutschland überwiegend gemeinsam mit verheirateten Eltern zusammen. 2016 wuchsen 2,3 Millionen der insgesamt gut 13 Millionen Kinder und Jugendlichen unter 18 bei einem Elternteil auf. Rund die Hälfte der Mütter in Deutschland hat zwei Kinder, jede fünfte mehr als drei.

Das Armutsrisiko von Kindern liegt trotzt verbesserter wirtschaftlicher Situation eines Großteils der Familien weiterhin je nach Datenquelle zwischen 14,6 und 21,1 Prozent. Insbesondere ist der Nachwuchs in Haushalten von Alleinerziehenden betroffen. Rund 44 Prozent der Alleinerziehenden sind armutsgefährdet.

Die Aktion fußte auf der Kooperation der Kindergärten und Grundschulen, es war die erste Veranstaltung zum Weltkindertag in Hude. „Wir wollten auf die wichtige Stimme der Kinder aufmerksam machen, damit sie nicht verloren geht. Kinder müssen gehört werden, man kann nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden“, erläutert Ahrens den Hintergrund des Kindertages.

Ahrens forderte in diesem Zusammenhang verlässliche Betreuung, die statt auf Quantität vor allem auf Qualität setzt. „Personal und eine gute Ausstattung sind wichtig für Kindertagesstätten und Schulen. Wir haben hier viele Container aufgestellt, da muss die Ausstattung passen. Denn gelernt werden kann nur in einer guten Umgebung.“

Dass sie auf sich aufmerksam machen wollen, war auch den Kindern klar: „Wir sind hier, damit alle Kinder uns hören“, sagte ein Kindergartenkind und ein weiteres Huder Kind fügte hinzu: „Denn es ist Weltkindertag“. „Die Kinder wissen, warum sie hier sind“, bestätigte auch Birte Kempers, Leiterin der Grundschule Hude-Süd. Eine Extra-Runde Krach gab es für die Kinder, denen es nicht so gut geht wie den Huder Kindern – damit auch ihre Interesse gehört werden.

Bei der Demo hielten die Knirpse auch Schilder mit den Sätzen „Wir wollen gehört werden“, „Wir halten zusammen“, „Wir sind verschieden“, „Wir sprechen viele Sprachen“, „Wir sind Kinder aus Hude“, „Wir kommen von überall“ hoch. Denn auch ein anderer Aspekt sollte zum Weltkindertag deutlich werden: „Es ist den Kindern egal, ob die Menschen klein, schlank oder anders sind. Sie machen keine Unterschiede, dass beginnt erst als Erwachsener“, so Ahrens. Unterschiedliche Fahnen hatten die Kinder aus St. Marien gebastelt – eine Landesflagge für jedes Herkunftsland eines Kindes. Diese Idee hatten auch die Heckenstrolche Altmoorhausen. Die Kinder trugen die Fahnen aus Rumänien, Polen und Deutschland bei der kleinen Demo. Dank des Lärms und der vielen Teilnehmer. haben die Huder Kinder lautstark auf sich aufmerksam gemacht.


Sehen Sie ein Video von der ­Veranstaltung unter   www.nwzonline.de/videos 
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Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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