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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kreis will Förderschulen erhalten

07.02.2018

Hude /Wildeshausen Starkes Signal in Richtung Hannover: Der Landkreis Oldenburg will seine drei Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen an den Standorten Wardenburg-Oberlethe, Wildeshausen und Ganderkesee erhalten. Einstimmig empfahl der Schul- und Kulturausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend in Hude, die von der SPD/CDU-Landesregierung geplante Option zur vorübergehenden Weiterführung der Förderschule Lernen zu „ziehen“. Schon in Kürze werde die Kreisverwaltung einen entsprechenden Antrag an die Landesschulbehörde stellen, so Landrat Carsten Harings.

Unterstützung für Oberschule Hatten

Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass die Kreisverwaltung mit der Gemeinde Hatten einen tragfähigen Entwurf zur Erweiterung der Waldschule Hatten in Sandkrug abzustimmen. Bis zur abschließenden Entscheidung finanziert der Kreis 50 Prozent der Kosten für Containerklassen.

Gut 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Waldschule kommen aus der benachbarten Gemeinde Wardenburg. Landrat Carsten Harings sprach von einer „Sondersituation, die es kein zweites Mal im Landkreis gibt“.

Viele Eltern, darunter Vertreter der Grundschule St. Peter und der Hunteschule in Wildeshausen, verfolgten die Sitzung in der Förderschule „Geistige Entwicklung“ an der Vielstedter Straße in Hude. Harings würdigte die „qualitativ hochwertige und erfolgreiche Arbeit“ der Schulen. Inklusive Arbeit finde auch an der Förderschule Lernen statt, „weil die Jugendlichen fit gemacht werden fürs Leben“. Sprecher stimmten in das Lob für die Förderschulen ein. „Die ideologisch motivierte Zwangs-Inklusion ist gescheitert“, sagte Arnold Hansen (Freie Wähler). Nach wie vor fehle Personal. Das Wahlrecht der Eltern hob Niels-Christian Heins (FDP) hervor. Klaus Budzin (SPD) sprach sich ebenfalls für den Erhalt der Förderschule aus. „Uns ist es wichtig, dass die Förderschule in Wildeshausen erhalten bleibt“, ergänzte Dirk Vorlauf (CDU). Hilko Finke (Grüne) wies darauf hin, dass es noch kein Gesetz gebe und unklar sei, ob die Schulbehörde alle Standorte genehmigen werde.

Der Landrat ging auch auf die jüngste Entwicklung in Wildeshausen ein. Dort hat sich der Stadtrat mehrheitlich dafür ausgesprochen, Gespräche zur Rückübertragung der Hunteschule zu führen. Hier sollen die Kinder der Grundschule St. Peter untergebracht werden. Die Förderschüler könnten dann an der St.-Peter-Straße unterrichtet werden. Harings betonte, der Kreis habe die Stadt nicht aufgefordert, vor der Sitzung des Schulausschusses einen Beschluss zu fassen. Man werde sich Gesprächen mit der Stadt nicht verweigern, aber „in Ruhe“ einen Vorschlag für die Kreisgremien vorbereiten.

Kuriosum am Rande: Die Beschlussempfehlung hatte ursprünglich drei Absätze. In den Teilen 2 und 3 ging es um den Tausch der Immobilien St. Peter und Hunteschule. Auf Heins’ Antrag entschied der Ausschuss bei drei Gegenstimmen, die Passagen 2 und 3 zu streichen. Auch Vertreter der SPD im Ausschuss stimmten dafür, diese zwei Absätze zu streichen. Dabei hatten SPD und Grüne/Piraten im Wildeshauser Rat unter Hinweis auf den Kreis-Schulausschuss noch die Eilbedürftigkeit der Ratssitzung am Montagabend unterstellt.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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