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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Serie: „Huder sind eben typisch norddeutsch“

07.05.2011

HUDE Zu Hude gibt es keine Alternative. In Hude ist man noch zu Hause. Hude und die Natur, das gehört einfach zusammen. Diese Antworten bekommt man, wenn man Petra Czerner (49), Helga Brunken (75) und Siegfried Mlinarzik (73) fragt, was das Leben in dem Klosterort ausmacht. Einig sind sich die Bezirksvorsteherin für Hude II östlich, die stellvertretende Bezirksvorsteherin für Hude II westlich und das Vorstandsmitglied der Aktionsgemeinschaft für Hude (AGfH) zwar auch darin, dass auch in Hude das Leben nicht immer nur rosig ist. „Aber im Großen und Ganzen lebt es sich hier gut“, so Petra Czerner.

Gute Infrastruktur

Die 49-jährige Mediatorin schätzt besonders den einerseits noch dörflichen Charakter des Ortes, „wo man sich noch kennt.“ Andererseits gebe es hier alles, was das Herz begehrt. „Eigentlich müsste man Hude gar nicht verlassen“, findet Czerner. Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, aber auch aber auch darüber hinaus hat der Klosterort zu bieten. Auch das kulturelle Angebot sei für ein Dorf doch recht ansehnlich, finden Brunken, Czerner und Mlinarzik. Besonders im musikalischen Bereich habe Hude einiges zu bieten, sagt Siegfried Mlinarzik. „Da haben die Huder für die Huder eine ganze Menge auf die Beine gestellt.“

Und wem wie Petra Czerner manchmal doch ein Theater oder Opernhaus fehlt, der kommt dank des zentralen Bahnhofs doch auch gut nach außerhalb. „Wir haben uns vor 23 Jahren auch deshalb ganz bewusst dafür entschieden, nach Hude zu ziehen. Und weil es hier eine gute Auswahl an Kindergärten und Schulen gibt“, so die Mutter von vier Kindern.

Prägende Natur

Und immer wieder ist die Natur das Pfund, mit dem Hude wuchern kann. „Das grüne Hude ist unser Plus, das war auch der Hauptgrund, warum wir uns damals für Hude entschieden haben“, meint auch Siegfried Mlinarzik, der vor 40 Jahren mit seiner Familie herzog. Seit 30 Jahren engagiert sich der 73-Jährige deshalb in der AGfH für den Schutz der Natur in der Gegend. Besonders am Herzen liegt ihm da zum Beispiel der Erhalt alter, ortsbildprägender Bäume. „Die machen Hude doch aus“, findet das Vorstandsmitglied der AGfH.

Helga Brunken kann Mlinarzik nur beipflichten. Die 75-Jährige kam 1945 als Neunjährige als Flüchtling mit ihrer Familie nach Hude und erinnert sich noch gut an den damals viel ausgeprägteren Baumbestand. „In der Parkstraße waren beide Seiten von Linden gesäumt. In den 50er Jahren wurden die abgeholzt. Als ich das gesehen habe, habe ich geheult“, erinnert sie sich. „Im Bereich der Naherholung kann man sicher noch einiges verbessern. Ich denke da zum Beispiel an die alten Hochmoorwege, die jetzt Wanderwege sind. Das sind ganz schöne Stolperfallen, vom Weg sollte man da nicht abweichen“, ergänzt Mlinarzik.

Engagierte Bürger

Gerade das Engagement für die Dinge, die ihnen am Herzen liegen, ist etwas, das die Huder auszeichnet. „Der Huder an sich ist konservativ, überlegt und erstmal zurückhaltend“, so Mlinarzik. „Eben typisch norddeutsch“, ergänzt Petra Czerner mit einem Augenzwinkern. Daher dauere es manchmal ein bisschen, bis Neuerungen auf den Weg gebracht würden.

Aber wenn den Hudern etwas wirklich am Herzen liege, werden keine Mühen gescheut, sich für diese Ziele auch tatkräftig einzusetzen. Und das mit einigem Erfolg. Der Erhalt des Freibades und seine Umwandlung in ein Naturbad oder die Einrichtung des Bürgerbusses gingen auf Initiativen und Unterstützung der Bürger zurück.

„Und dass Hude jetzt auch eine Bürgerstiftung hat, ist mein persönlicher Höhepunkt der letzten Zeit. Damit sind wir bisher einzigartig im Oldenburger Land“, freut sich Petra Czerner, die auch den Vorsitz der Stiftung übernommen hat. Sie engagiert sich gerne gemeinsam mit Hudern für Hude.

Urkundlich erwähnt wurde Hude erstmals 1232 in den „Annales Cistercienses“ in Verbindung mit der Gründung des Klosters.

In der Gemeinde , die sich auf eine Gesamtfläche von 126,4 Quadratkilometern ausdehnt, leben circa 16 000 Einwohner. Das sind 126 Einwohner pro Quadratkilometer.

In Hude direkt gibt es drei Grundschulen, ein Schulzentrum mit Haupt- und Realschule sowie eine Förderschule. Auch zwischen fünf Kindergärten können die Huder wählen.

Im Kernort leben aktuell etwa 9500 Einwohner.

In dieser Serie stellt die NWZ in unregelmäßigen Abständen die verschiedenen Orte in der Gemeinde Hude vor.

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