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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bildungsausschuss: Hundsmühlen könnte Ganztags-Grundschule werden

26.10.2018

Hundsmühlen Die Grundschule Hundsmühlen pädagogisch zu erweitern ist die eine Sache, sie baulich zu erweitern eine andere – dennoch sind beide Punkte zweifelsohne miteinander verknüpft. Sie zusammenzubringen muss wohlüberlegt sein. Zu dieser Erkenntnis kam der Bildungsausschuss der Gemeinde Wardenburg auf seiner Sitzung am Mittwoch im Mehrzweckraum der Grundschule Hundsmühlen.

Wie bereits berichtet, wird es in der Schule an der Rosenallee immer enger: Im nächsten Jahr wird ein zweiter Container aufgestellt, um alle angemeldeten Schüler aufnehmen zu können (siehe Kasten). Zugleich wünscht sich die Schule, eine teilgebundene – also an bestimmten Tagen für alle Schüler verpflichtende – Ganztagsschule zu werden, was nicht nur mehr Personal, sondern auch mehr Räume erfordert.

60 000 Euro Kosten für zweiten Container

Für die Aufstellung eines zweiten Klassencontainers an der Grundschule Hundsmühlen ab dem Schuljahr 2019/2020 fallen für die Gemeinde Wardenburg rund 60 000 Euro an. Nach einem vorliegenden Angebot belaufenden sich die einmaligen Kosten für das Aufstellen auf etwa 31 300 Euro.

Für die Ausstattung des mobilen Klassenzimmers sind rund 9000 Euro notwendig. Für die laufenden Mietkosten in 2019 werden ca. 20 000 Euro fällig. Die Mietkosten für ein ganzes Jahr betragen 67 000 Euro.

Einblick in den Betrieb einer offenen, kooperativen Ganztagsgrundschule gewährte den Ausschussmitgliedern Grit Bornemann-Bratz, Schulleiterin an der Grundschule Staakenweg in Oldenburg. Hier ist das Ganztagsangebot für die Schüler freiwillig und setzt sich aus kostenlosen schulischen Angeboten und aus kostenpflichtigen Angeboten eines Jugendhilfeträgers zusammen.

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Plädoyer für Ganztag

Im Anschluss an den Vortrag hielt Christina Tillmann-Schreiber, Leiterin der Grundschule Hundsmühlen, ein Plädoyer für eine Ganztagsschule mit all ihren Vorteilen, wie zum Beispiel schnellere Integration von Migrationskindern, sinnvolle Freizeitgestaltung, Hausaufgabenbetreuung und Bildungsgerechtigkeit für alle.

Wenngleich offenbar die Mehrheit der Ausschussmitglieder eine Ganztagsschule befürwortete, zeigte sich Ratsherr Hajo Suhr (CDU) irritiert: „Ich bin davon ausgegangen, es geht hier heute nur um eine Schulerweiterung und nicht um die Einrichtung einer Ganztagsschule.“

In der Planung für eine bauliche Erweiterung fand ein Ganztagsschulbetrieb offenbar schon Berücksichtigung, wie die groben Entwürfe des Oldenburger Architekten Lars Frerichs zeigten, die er mit der Planungsgruppe Schulerweiterung in Hundsmühlen erarbeitet hatte. So sieht Variante 1 vor, an das Altgebäude von 1951 und den 80er-Jahre-Trakt eingeschossig anzubauen. Gravierendster Nachteil: Es gibt keine Ausweichräume; die Sanierung der Altgebäude müsste bei laufendem Schulbetrieb erfolgen.

In Variante 2 erfolgt ein zweigeschossiger Neubau im südlichen Teil des Schulgrundstücks, nach dessen Fertigstellung nur das Gebäude aus den 80er Jahren abgerissen und so Platz geschaffen würde für ausreichend Pkw- und Fahrradparkplätze. „Warum den nichtbarrierefreien Bau stehen lassen? Von der Substanz her müsste das jüngere Gebäude doch besser sein“, wunderte sich Christian Martens (CDU). Eine klare Antwort blieb aus.

Nicht überzeugend

„Die heutige Beschlussvorlage, die sich auf die Variante 2 festlegt, geht mir zu weit“, sagte Suhr. Aufgrund der neugewonnenen Informationen zum Thema Ganztagsschule und fehlender Bedarfs- und Kostenkalkulationen könne in der CDU-Fraktion noch keine Entscheidung für eine Variante getroffen werden.

Kora Heißenberg (FDP) war ebenfalls unzufrieden: „Mich haben beide Varianten noch nicht überzeugt.“ Um die Planung dennoch voranzubringen, wurde die Verwaltung beauftragt, „die Ausschreibung der Erweiterung der Grundschule Hundsmühlen weiter vorzubereiten“.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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