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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Älterwerden: Digitalisierung als notwendig vermitteln

13.06.2020

Huntlosen Wer bei „DSL“ gleich an Internet denkt, liegt nicht ganz falsch. Doch in diesem Falle steht die Abkürzung für ein im Oktober 2018 gestartetes Projekt in den Landkreisen Oldenburg, Vechta und Wesermarsch: „Demenz: Digitale Selbsthilfe auf dem Land“. Das Internet spielt dabei natürlich eine entscheidende Rolle.

Der Ansatz der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) und ihrer Kooperationspartner war es, bei den Themen Pflege und Demenz verstärkt die Chancen der Digitalisierung in den Fokus zu nehmen. Am 30. Juni geht das Projekt, das die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mit 160 000 Euro bezuschusst hatte, zu Ende. Deshalb versammelten sich jetzt noch einmal alle Beteiligten im Grünen Zentrum in Huntlosen zur Abschlusskonferenz. Auch die Schirmherrinnen und Mitglieder des Deutschen Bundestages, Astrid Grotelüschen und Susanne Mittag, waren angereist.

Drei Projektstränge wurden verfolgt, wie Karin Pieper, die Regionalleiterin der LEB, in Erinnerung rief. Zuerst wurde eine App und eine Webseite erstellt, mit deren Hilfe die Teilhabe an gesellschaftlichen Ereignissen erleichtert werden sollte. Außerdem wurde testweise „Emma“ eingesetzt – ein Pflegeroboter, der künftig die Arbeit erleichtern könnte. Das dritte Projekt verfolgte den Aufbau eines Netzwerkes.

„Erklärtes Ziel von DSL war es, Kompetenzen im digitalen Bereich aufzubauen und somit dazu beizutragen, dass auch der ländliche Bereich nicht abgehängt wird“, brachte es Carsten Wefer, der Projektleiter, auf den Punkt. Bereits der Beginn des Projektes habe gezeigt, dass es insbesondere darum gehe, Grundkompetenzen aufzubauen. „Wir müssen besonders älteren Menschen die Vorteile klarmachen und auch die Notwendigkeit aufzeigen, sich mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen“, ist Wefer überzeugt.

Nach wie vor scheitere es zum Teil an Grundsätzlichem, wie Dr. Jens Lüssem von der Fachhochschule Kiel in einem zugeschalteten Video erläuterte. „Das Thema Datenschutz macht es den Einrichtungen nach wie vor schwer. Zudem ist der Breitbandausbau noch nicht überall vorangeschritten. Auch in der Ausbildung von Pflegekräften gibt es Nachholbedarf, ebenso bei Abrechnungsmöglichkeiten mit Krankenkassen.“

Auch ein Interview mit Dr. Anke Knopp, die das Projekt als Politikwissenschaftlerin von Beginn an begleitet hat, wurde per Video abgespielt. Sie lenkte den Fokus darauf, dass immer geschaut werden müsse, inwieweit die Digitalisierung das Leben besser mache. „Es geht nicht darum, dass mehr Gewinne eingefahren werden und in noch weniger Zeit noch mehr Menschen versorgt werden. Es muss um einen Qualitätszuwachs gehen“, bezog sie klar Stellung.

Und was geschieht jetzt mit den Erkenntnissen? Karin Pieper und Carsten Wefer lächeln. „Da gäbe es schon einige Ideen und Wünsche, wie wir das Thema weiter verfolgen werden und in Folgeprojekte münden lassen könnten“, so Wefer. Eine Idee sei es, den Pflegeroboter mal drei Jahre lang in verschiedenen Einrichtungen auszuprobieren, um langfristige Konsequenzen daraus ziehen zu können. Und, das gestand Karin Pieper: „Drei Landkreise auf einmal waren vielleicht doch eine Nummer zu viel. Das nächste Mal stecken wir uns einen etwas kleineren Rahmen.“

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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