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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Startschuss für plattdeutschen Wettbewerb

20.02.2019

Huntlosen /Landkreis Plattdeutsch ist seit vielen Jahren an der Grundschule Huntlosen eine feste Größe. Gerade ist die neue Platt-AG mit elf Kindern und Leiterin Anke Bantele gestartet. Am Dienstagmittag war Johann Strudt­hoff an der Schule zu Gast. Er ist Koordinator des 28. Lääswettstriets Plattdüütsch im Landkreis Oldenburg und hatte für den offiziellen Startschuss des neuen Wettbewerbs einen besonderen Gast mitgebracht: den 13-jährigen Hendrik Hellmers. Der Brettorfer hat bereits im Finale des plattdeutschen Lesewettbewerbs gestanden und sogar den Vizelandesmeistertitel im Funkhaus Hannover geholt.

Der Gymnasiast, der in Wildeshausen zur Schule geht. hatte die Geschichte „Frünnen“ mitgebracht, die er perfekt vortrug. Der Applaus der Kinder war ihm ebenso sicher wie der weiteren Erwachsenen im Raum: Schulleiterin Magrit Janßen, Schul-Plattdeutsch-Beauftragte Kira Wassermann, die Plattdeutschbeauftragte der Gemeinde Großenkneten, Margret Hesselmann, und Ernst-August Bode vom Arbeitskreis Plattdeutsch im Landkreis Oldenburg. Strudthoff freute sich über den Vortrag: „Da kann man erleben, wie toll das sein kann“, sagte er und trommelte dafür, dass sich wieder möglichst viele Schulen am Wettbewerb 2019 beteiligen. Dabei sind alle Schulformen gefragt, mitzumachen.

Faltblatt der Oldenburgischen Landschaft BILD: ls

Ab Klasse 3 bis zu den Berufsschulen können alle teilnehmen

Der 28. Lässwettstriet Plattdüütsch und Seeltersk wird wie gewohnt von der Oldenburgischen Landschaft organisiert. „Nu geiht dat wedder los mit dat plattdüütsch Laasen“, ist die Devise in den kommenden Wochen. Im Landkreis Oldenburg ist Johann Strudthoff (Gymnasium Wildeshausen) der zuständige Koordinator.

Von Klasse 3 an können alle Kinder und Jugendlichen aller Schulformen teilnehmen. Der Wettbewerb ist nicht nur für die Grundschulen, sondern auch für alle weiterführenden Schulen sowie die berufsbildenden Schulen. Rund zwei Dutzend Schulen haben sich den vergangenen Jahren durchschnittlich beteiligt. Auf eine ähnliche Resonanz wird 2019 gehofft.

Zu den Regularien: Bis spätestens Donnerstag, 4. April, sind die Schulsieger bei Johann Strudthoff zu melden. Der Termin liegt damit später, als er im Prospekt der Oldenburgischen Landschaft zum Wettbewerb angegeben ist. Der Kreisentscheid ist am Dienstag, 14. Mai 2019, im Gymnasium Wildeshausen. Die Lesungen beginnen um 14.45 Uhr. Die Siegerehrung mit dem Schirmherren, Landrat Carsten Harings, ist für 16 Uhr vorgesehen.

Beim vergangenen Wettbewerb nahmen im Oldenburger Land etwa 4000 Schülerinnen und Schüler teil. Die Teilnehmer aus dem Landkreis waren auch auf Bezirksebene sehr erfolgreich: In zwei der fünf Altersgruppen hatten sie die Nase vorn. Hendrik Hellmers wurde sogar Vize-Landesmeister in der Altersgruppe 3 (Klasse 5/6). Die Sieger der Kreisentscheide 2019 treten zum Oldenburg-Entscheid am 7. Juni im ehemaligen Oldenburgischen Landtag in Oldenburg an.

An der Grundschule Huntlosen ist Plattdeutsch kein Schulfach, sondern eine Arbeitsgemeinschaft. So soll „Appetit“ auf die Sprache geweckt werden. Der Spaßfaktor steht im Vordergrund, und vielfältige Anregungen ermöglichen den Erwerb der Sprache „nebenbei“. Die Schule nennt beispielsweise Spiele, wie Rög di (Beweg dich), Pand inlösen (Pfand einlösen), Aftellriemels (Abzählreime) und Maak di dat (Memory). Vor den Gästen zeigte die Huntloser Gruppe, wie gut sie schon die „platten“ Monate beherrscht.

„Die Schüler machen die Erfahrung, dass die Sprache, obwohl sie ihnen teilweise unbekannt ist, leicht zu verstehen ist. Ähnlichkeiten mit Englisch und Niederländisch wurden erkannt“, heißt es im Infoblatt der Schule zum Plattdeutschen. Schon jetzt zeichnete sich ab, dass einige Mitglieder der Plattdeutsch-AG am diesjährigen Lesewettbewerb teilnehmen werden. Das hörte Koordinator Strudthoff natürlich gerne.

Auch im Rahmen des „normalen“ Unterrichts in Huntlosen gibt es plattdeutsche Leserunden. Hierbei werden Kira Wassermann und Silke Jacob durch Marion Johannes und Anke Bantele unterstützt. Neben der leichten Verständlichkeit der Sprache amüsieren sich die Kinder über lustige Textstellen, Döntjes und plattdeutsche Begriffe. Dabei seien Schimpfwörter auf Platt besonders lustig, sind sich die Huntloser einig. Beispiele sind Kloogschieter, Dööspaddel oder Schietbüddel.

Einigen Kindern falle auf, dass diese Sprache doch nicht so fremd sei, denn Familienmitglieder sprächen sie untereinander. Da falle dann schon die Aussage: „Mein Opa spricht auch so!“ Wenn Großeltern, Eltern, Verwandte und Nachbarn zum Üben der Vorlesetexte hinzugezogen werden, gilt das auch als wichtiger Beitrag zum generationsverbindenden Lernen, ist man sich in Huntlosen sicher.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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