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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bindungsfestival geht mit Workshops zu Ende

10.07.2019

Hurrel Das Bindungsfestival in Hurrel ist am Dienstag mit zwei Workshops zu Ende gegangen. Sechs Tage lang hatten sich die Teilnehmer im Seminarhaus Lichtblick mit dem Thema „Bindung im Zeitalter des Narzissmus“ beschäftigt. Rund 200 Menschen aus sieben Ländern haben an dem Festival teilgenommen.

In den Selbsterfahrungs-Workshops konnten die Teilnehmer nun die theoretischen Inhalte umsetzen. Bei Prof. Donata Schoeller ging es darum, die eigenen Gefühle zu verstehen und zum Ausdruck zu bringen – das Verhältnis von Fühlen und Sprechen kennenzulernen. Denn es könne schwierig sein, von körperlichen Gefühlen zu sprechen. Außerdem fühle man häufig viel mehr, als man mitteilen oder bewusst verstehen könne, hieß es. Um in sich zu gehen, bildeten die 23 Teilnehmer des Workshops einen Stuhlkreis und schlossen die Augen.

In der Mitte standen auf einem Tuch Blumen und eine Kerze. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre mit indirektem Licht. Den Anweisungen der Kursleiterin folgend, spürten die Teilnehmer in ihren Körper hinein. Dafür war es ganz still. Nur die Sprecherstimme war zu hören. Einige legen sich eine Decke über die Beine, andere ein Tuch um die Schultern, um entspannt zu sein.

Die Übung hatte etwas Meditatives. So waren die Teilnehmer angehalten, in die Mitte ihres Körpers hineinzuspüren und sich einen Raum vorzustellen, den sie mit etwas Positivem verbinden. Die Professorin gab den Männern und Frauen genug Zeit, in sich zu gehen. Dann ging es weiter: „Vielleicht taucht jetzt ein Bild auf, ein Symbol oder ein Wort“, sagte sie mit einer ruhigen Stimme. „Und vielleicht spüren Sie“, meinte sie nach einer weiteren Pause, „dass sich etwas verändert hat“. Anschließend bekamen die Teilnehmer die Chance, ihre Eindrücke aufzuschreiben, eine Skizze zu zeichnen oder Farben, die sie wahrgenommen haben, aufzumalen.

„Diese Kommunikation funktioniert besser bei Einspannung, um die Wahrnehmung zu erhöhen“, erklärt der Huder Körperpsychotherapeut Thomas Harms, Veranstalter des sechstägigen Bindungsfestivals. Bei Stress hingegen nehme man keine Signale mehr auf, die einem der Körper sendet.

Neun Referenten haben in den vergangenen Tagen das Bindungsfestival mit ihren Themen gestaltet. In Vorträgen und bei Übungen wurde den Teilnehmern aufgezeigt, wie sie eine stabile Bindung zu ihren Kindern, aber auch zu ihrem Partner aufbauen können. Hintergrund sei laut Harms, dass die Gesellschaft inzwischen „eine narzisstische Orientierung verfolgt“.

Das Bindungsfestival findet alle zwei Jahre statt. Das Besondere an der Veranstaltung sei, so Harms, dass die Gäste im Laufe der Tage immer wieder Gelegenheit hätten, sich mit den Referenten über die Themen auszutauschen.

„Es war auf der einen Seite sehr sachlich, aber es war auch menschlich viel Wärme da. Es haben viele Begegnungen und unheimlich interessante Gespräche stattgefunden“, ist Harms mit der Veranstaltung zufrieden. „Ich habe ein rundum positives Feedback bekommen.“ Das Bindungsfestival soll in zwei Jahren wieder im Seminarhaus Lichtblick stattfinden. Ein genauer Termin ist noch nicht bekannt.

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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