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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

In Ferienzeit keine Pause bei der Sprache

08.06.2016

Ganderkesee „Die Integration fängt jetzt erst an“, sagt Sieglinde Jahn, Leiterin des Fachdienstes Schulen/Jugend/Sport im Ganderkeseer Rathaus. Noch im Herbst und im Winter setzte die Gemeinde alles daran, Flüchtlingen ein Obdach zu gewähren. Mit dem Rückgang der Zuweisungen verlagert sich der Schwerpunkt hin in Richtung Angebote zur Integration.

„Letztes Jahr mussten wir noch keine sechs Wochen Sommerferien überbrücken“, meint Jahn, die Anfang des Jahres im Aufgabenspektrum der Flüchtlingsarbeit unter anderem die Verantwortung für das Sozialpädagogen-Team übernommen hat. Die NWZ  hakte nach, was während der Ferienzeit für Flüchtlinge geboten wird. Gibt es Kontinuität bei den Sprachkursen?

„Ein klares Ja“, sagt Sandra Baba, Flüchtlingsberaterin der Diakonie Delmenhorst/Oldenburg-Land. Die Sprachorientierungskurse für Erwachsene würden, mit Ausnahme einer dreiwöchigen VHS-Pause, kontinuierlich fortgesetzt. Pünktlich zum Beginn des Ramadan sei sogar ein Alphabetisierungskurs gestartet. „Wer Interesse am Erlernen der Sprache hat, macht auch während der Ferien weiter“, zeigt sich Baba überzeugt. Auch über die Familienpaten werde viel über den Alltag in Deutschland vermittelt. Jahn zufolge prüft die Verwaltungsleitung derzeit, ob in den Ferien ein Sprachcamp angeboten werde. Etwas Vergleichbares gab es bereits mit Unterstützung der Bürgerstiftung Ganderkesee in den Osterferien (NWZ  berichtete).

Auch das Ferienpass-Programm stehe den jungen Migranten offen, erklärten Jahn und Sozialarbeiterin Marieke Purnhagen. So habe Matthias Heil, Leiter des Jugendzentrums „Trend“, während der „Sprechstunde für Flüchtlinge“ für die Angebote geworben. Vor allem Bastel- und Tanzkurse seien sehr gefragt. Erneut kommt der „Circus Radieschen“, ein Mitmach-Zirkus, nach Ganderkesee. Dank der Bürgerstiftung stünden Flüchtlingen hier zehn Plätze zur Verfügung. Jahn: „Auch die Jugendzentren haben während der Ferien geöffnet.“ Grundsätzlich aber gelte: Auch die jungen Flüchtlinge müssten für kostenpflichtige Angebote einen symbolischen Beitrag leisten.

Diakonie und der Arbeitskreis Flüchtlinge würden zudem Flüchtlingsfamilien zu Ausflügen einladen, etwa in den Tierpark Ostrittrum oder den Zoo in Hannover. Unter der Leitung von Altbürgermeister Gerold Sprung sei im August eine Rundfahrt für Erwachsene durch die Gemeinde Ganderkesee geplant.

Aber auch der Austausch mit der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis nehme zu. Flüchtlinge würden von ihren Paten immer öfter zu gemeinsamen Aktivitäten eingeladen, hat Sandra Baba beobachtet. Und nicht wenige nutzten die Ferienzeit zum Verwandtenbesuch.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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