• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Italienerin liebt Kartoffelpuffer

31.08.2010

WARDENBURG Ein bisschen aufgeregt war Elisabetta Rinaldi vor ihrem ersten Schultag an der Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) schon. „Es dauerte ein bisschen, bis ich wusste, wo ich meine Kurse habe“, erzählt sie. Die 17-Jährige Italienerin hat gerade ihr Austauschjahr in Deutschland begonnen und musste sich in der großen Schule erst zurechtfinden. „Mein Gymnasium in Oulx (Piemont) hat nur 500 Schüler.“ Die Schülerin war bei ihren ersten Tagen in der Schule aber nicht allein. Hilfe bekam sie von Austauschpartner Maximilian Krüger. „Ich habe ihr gezeigt, wo die Kursräume sind“, sagt der 17-Jährige.

Verantwortlich für das Austauschprogramm am GAG ist der Italienisch-Lehrer uns stellvertretende Schulleiter Frank Binternagel. „Der Vorteil ist, dass man nichts bezahlen muss“, betont Gastgeberin Martina Krüger. Bei Austausch-Agenturen erreichten die Kosten für einen einjährigen Austausch schnell 10 000 Euro und mehr – eine Summe, die sie abgeschreckt hätte. Die Chance auf einen Austausch am GAG wäre deshalb ideal.

Maximilian war vielleicht auch der Grund, weshalb sich Elisabetta in der ersten Zeit nicht allzu fremd an dem Oldenburger Gymnasium gefühlt hat. Im vergangenen Schuljahr besuchte Maximilian nämlich acht Monate lang das sprachliche Gymnasium von Elisabetta. Für den Wardenburger kam diese Chance unverhofft: „Eigentlich hatte ich mich für einen Austausch auf Sizilien beworben.“ Nachdem die sizilianische Schule abgesagt hatte, bekam er plötzlich die Chance bei Elisabettas Eltern in Sant’ Ambrogio di Turino unterzukommen. „Ich habe ja schon einen Bruder“, erklärt die junge Italienerin lachend. Trotzdem habe sie nicht lange überlegen müssen und zugesagt. Inzwischen hat sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden Familien entwickelt. „Auch wir Eltern verstehen uns gut“, sagt Martina Krüger.

Ein weiterer Vorteil für Elisabetta ist, dass sie zweisprachig aufgewachsen ist. „Meine Mutter ist Deutsche und wir fahren oft im Urlaub zu Verwandten nach Deutschland“, erklärt sie. Bis in den Kindergarten habe sie sogar nur Deutsch gesprochen. Am GAG hat sie so schnell neue Freunde gefunden und fühlt sich hier sehr wohl. „Ich finde Wardenburg toll, Italien ist dagegen so schmutzig.“ Am besten gefalle ihr das deutsche Essen – wie Kartoffelpuffer und Maulwurfkuchen.

Auch in der Umgebung hat Elisabetta schon viel gesehen. Neben einem Besuch der Landtage Nord hat sie schon auf der Vor-Abi-Party des GAG mitgefeiert. In der nächsten Zeit möchte sie unbedingt noch die Nordsee und Berlin sehen. Elisabetta ist sogar schon von einem Lehrer gefragt worden, ob sie sich vorstellen könne, ihr Abitur in Deutschland abzulegen. „Lieber nicht. Das ist mir zu schwer“, sagt sie mit einem Lachen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.